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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-66809
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6680/


Klinische Evaluation des Heart Type Fatty Acid Binding Protein in der Diagnostik der frühen Phase des akuten Koronarsyndroms

Holle, Ann-Kathrin

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Basisklassifikation: 44.85
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Blankenberg, Stefan (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 04.12.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 20.03.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Das akute Koronarsyndrom ist eine schwerwiegende Erkrankung, die insbesondere in den Industrienationen eine der häufigsten Todesursachen ist. Die frühe Erkennung betroffener Personen ist essentiell, um rasch eine adäquate Therapie beginnen zu können, da das Outcome der Patienten stark abhängig ist von der Zeit, die vom Eintreffen bis zur Einleitung der Therapie vergeht.
Zur Diagnostik gehört nach der klinischen Untersuchung und Anfertigung eines Elektrokardiogrammes insbesondere die laborchemische Untersuchung auf kardiale Marker für Ischämie und Nekrose. Das Troponin T ist aufgrund seiner hohen Sensitivität und Spezifität zum Gold-Standard geworden. Nur in den ersten vier bis sechs Stunden ist die Sensitivität noch nicht ausreichend hoch, um ein ACS sofort sicher ausschließen zu können. In dieser Studie wurde das h-FABP als früher Marker bei myokardialer Ischämie untersucht, um zu evaluieren, ob durch die Messung die diagnostische Lücke geschlossen oder zumindest reduziert werden kann.
H-FABP ist ein Protein mit niedrigem Molekulargewicht, das zum größten Teil zytoplasmatisch vorliegt und rasch nach Ischämiebeginn freigesetzt wird. Es wurden bei 166 Patienten seriellen Blutentnahmen durchgeführt, in deren Proben ein rascher Anstieg des h-FABP nachgewiesen werden konnte. In den vergleichenden Untersuchungen zeigte sich in der frühen Phase nach Schmerzbeginn eine erhöhte Sensitivität des h-FABP gegenüber der des Troponin T. In der späten Phase ist die Sensitivität und Spezifität des Troponin T überragend hoch.
Die Kombination der beiden Marker, Troponin T und h-FABP, bietet eine Möglichkeit die guten Eigenschaften der jeweiligen Marker zu nutzen. Die Ergebnisse zeigten eine gegenüber den Einzelparametern erhöhte Sensitivität, die aber einer geringeren Spezifität gegenübersteht.
Ein erhöhter Serum h-FABP Level hat eine große Aussagekraft für die Diagnose eines akuten Koronarsyndroms. Die Messung von h-FABP zeigt eine hohe Sensitivität und Spezifität insbesondere in der frühen Phase (1-3 Stunden nach Schmerzbeginn) und kann zusätzliche Patienten mit ACS identifizieren. In der späten Phase dagegen muss die Verwendbarkeit des h-FABP als deutlich eingeschränkt bewertet werden, und es ist als alleiniger biochemischer Marker nicht zu nutzen.



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