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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-67253
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6725/


RNA-Interferenz gegen Midkine und der Einfluss von Wachstumsfaktoren auf die tumoreigene Midkine-Expression in Ösophaguskarzinomzellen

Steiner, Maike

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SWD-Schlagwörter: Speiseröhrenkrebs
Basisklassifikation: 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Bockhorn, Maximilian (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.03.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 05.05.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ösophaguskarzinom weist eine schlechte Prognose auf, da es wegen fehlender Frühsymptome häufig erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird. Bislang gibt es keine spezifischen zuverlässigen Tumormarker oder effektive Methoden der Früherkennung.
Der Wachstumsfaktor Midkine fördert über eine gesteigerte Angiogenese an und dem Entgegenwirken der Apoptose das Tumorwachstum. In Ösophaguskarzinomzellen konnte eine Überexpression des MK-Gens nachgewiesen werden.
Im Zellmodell wurde die MK-Expression über small interfering ribonucelic acid (siRNA) unter-bunden und die dadurch veränderte Wachstumsgeschwindigkeit ermittelt. Eine gegen MK gerichtete siRNA wurde mittels Lipofektion in die Zellen eingeschleust und der Erfolg der Transfektion im Western Blot überprüft. Die verminderte MK-Sezernierung wurde nach De-pletion des Gens auch in den Zellkulturüberständen detektiert. Im Anschluss an die Deple-tion wurde die Proliferation der Zellen in einem MTT(3-(4,5-Dimethylthiazol-2-yl)-2,5-diphenyl-tetrazoliumbromid)-Proliferations-Test ermittelt. Zusätzliches Interesse galt dem Einfluss von Wachstumsfaktoren auf die Expression von MK. Daher wurden Zelllinien in der Zellkultur mit normalem Wachstumsmedium mit und ohne fetalem Kälberserum (FCS) und mit alleiniger Zugabe verschiedener Wachstumsfaktoren inkubiert und mittels anschließendem Enzyme-Linked ImmunoSorbent Assay (ELISA) die MK-Konzentration gemessen.
Es konnte bestätigt werden, dass MK eine zunehmende Rolle in der Zellproliferation von Ösophaguskarzinomen spielt. In einem weiteren Experiment wurden die Tumorkarzinomzellen mit unterschiedlichen Wachstumsfaktoren/Zytokinen stimuliert. Hierbei zeigt sich TNF-α als starker Induktor für MK. Auch die Zugabe von EGF oder von FCS-haltigem Serum führt zu einer gesteigerten MK-Konzentration in der Zellkultur.
Bisherige Anstrengungen bezüglich der Bekämpfung maligner Tumoren durch Antikörper mit gezielten Angriffen auf Zytokine sind vielversprechend.
Midkine scheint als therapeutisches Target in der Karzinomtherapie vielversprechend.

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