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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-67914
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6791/


Langzeitergebnisse der Meshgraft-Urethroplastik

Reiß, Christoph-Philip

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SWD-Schlagwörter: Harnröhre , Harnwege , Urogenitalsystem
Freie Schlagwörter (Deutsch): Harnröhrenstriktur , chirurgische Technik , Meshgrafturethroplastik , rekonstruktive Urologie
Freie Schlagwörter (Englisch): urethral stricture , meshgraft urethroplasty , reconstructive urology , surgical technique
Basisklassifikation: 44.88
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Fisch, Margit (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.05.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 02.07.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Das Verfahren der Meshgraft-Urethroplastik wurde erstmals von Herrn Professor Friedhelm Schreiter im Jahre 1984 als eine Technik für die \"Rezidivstriktur nach zahlreichen Voroperationen, die ausgeprägte Striktur der gesamten Länge der Harnröhre, Strikturen mit chronischen inflammatorischen Prozessen und die problematische Striktur bei Paraplegikern“ beschrieben (Schreiter 1984). Zu dieser Zeit stellte es einen Meilenstein in der Therapie der Harnröhrenstrikturen dar und konnte die zuvor mit verhältnismäßig schlechten Ergebnissen verbundenen offenchirurgischen Therapiemöglichkeiten der Harnröhrenrekonstruktion entscheidend verbessern. Seither wurden zahlreiche neue Techniken der Urethroplastik beschrieben; der vorläufig letzte Meilenstein findet sich in der Verwendung von freien Mundschleimhauttransplantaten, die inzwischen als Goldstandard in der Therapie der Harnröhrenstriktur angesehen werden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Stellenwert der verhältnismäßig alten Technik der Meshgraft-Urethroplastik im Kontext kontemporärer Techniken zu beurteilen.
Die auf die Strikturfreiheit und die Patientenzufriedenheit bezogenen Ergebnisse zeigen im Vergleich zu anderen Techniken gute Ergebnisse im Langzeitverlauf. Weitere erfasste Variablen, wie das Sexualleben, zeigen zum Teil deutlichere subjektive Beeinträchtigungen als andere Techniken. Insgesamt scheinen die Ergebnisse komparabel mit anderen Publikationen, die sich mit den Ergebnissen der Meshgraft-Urethroplastik beschäftigen.
Unter Betrachtung des hochkomplexen Patientenguts der vorliegenden
Untersuchung mit einer hohen Anzahl an Voroperationen und langstreckigen
Strikturen können die Ergebnisse als sehr gut angesehen werden. So kann die Technik der Meshgraft-Urethroplastik aufgrund ihrer Vorzüge eines praktisch unbegrenzt verfügbaren Transplantats als weiterhin zeitgemäß angesehen werden. Die Indikationsstellung sollte dabei jedoch komplexen Strikturen vorbehalten bleiben, bei denen Verfahren mit freiem Mundschleimhauttransplantat als nicht optimal angesehen werden müssen.
Über mögliche Folgen dieses Verfahrens im Sinne von Einschränkungen des Sexuallebens, Urinverlusten und einer nicht unwesentlichen Belastung des Patienten vor allem durch die zweizeitige Technik der Operation selbst sollten Patienten im Vorfeld aufgeklärt werden.

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