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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-67931
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6793/


Vergleich der Effekte von Betablockern und Sartanen auf den zentralen Pulsdruck und Augmentationsindex bei Patienten mit klassischem Marfan-Syndrom

Schmidt, Katharina-Isabella

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Marfan , Augmentationsindex , PWV , central pulse pressure
Freie Schlagwörter (Englisch): Marfan , PWV , augmentation index , central pulse pressure
Basisklassifikation: 44.85
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Ehmke, Heimo (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.06.2014
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 04.07.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Der Betablocker (BAB) ist der medikamentöse Goldstandard für die Therapie der Aortenerweiterung beim Marfan-Syndrom (MFS). In den letzten Jahren brachten Experimente am Mausmodell die alternative Therapie mit AT1-Rezeptor-Antagonisten (ARB) ins Spiel. Zudem haben BAB in Vergleichsstudien aus der Hypertonusforschung ein nachteiliges
hämodynamisches Profil aufgewiesen. Mit Blick auf diese Forschungsergebnisse war die Fragestellung der Studie, ob sich auch beim MFS die beiden Medikamentenklassen in ihrem Effekt auf zentrale hämodynamische Parameter sowie die Gefäßsteifigkeit unterscheiden.

Methoden: Die retrospektive Beobachtungsstudie schloss Marfan-Patienten > 14 Jahre ohne Aorten- oder Klappenprothese ein, sofern für einen Untersuchungstag Blutfette, Glucose- und NT-proBNP-Wert, ein TTE und eine Pulswellenanalyse nach ≥ 3-monatiger ARB- oder BABMedikation
vorlagen und keine relevante Komedikation bestand.

Ergebnisse: Für 14 Patienten lagen vollständige Untersuchungsdatensätze vor. Davon hatten fünf Patienten (ID 1-5) an zwei Untersuchungen teilgenommen, während für ID 6-14 nur eine Untersuchung mit entweder einem BAB oder ARB vorlag. Die Patienten mit verbundenen
Stichproben bildeten zwei Untergruppen, die rein deskriptiv ausgewertet wurden: ID 1-2 (je eine Untersuchung mit BAB und eine mit ARB) und ID 3-5 (eine Untersuchung vor und eine nach Medikation). Ferner erfolgte ein T-Test zwischen den Untersuchungen unter ARB versus BAB-Therapie (ARB-Gruppe: ID 3,4, 10-14, BAB-Gruppe: ID 5-9; N=12). Es lag dabei kein signifikanter Unterschied für die Merkmale Herzfrequenz, dP/dt, NT-proBNP,
AIx@HR75, CPP und PWV vor. Ein Tendenz zeigte sich für die Variablen Herzfrequenz (BAB 56 S/M: ARB 66 S/M p=0,15), radiale dP/dt (BAB 815 mmHg/s: ARB 1045 mmHg/s, p=0,12) und PWV (BAB 6,2 m/s, ARB 7,7 m/s p=0,05). Der Vergleich der verbundenen Stichproben erlaubte die interessante Beobachtung einer Aortendiameterreduktion um ≥5 mm
bei zwei Patientinnen. Die eine hatte Valsartan 40 mg seit 11 Monaten eingenommen und die andere war seit 17 Monaten auf Bisoprolol 5 mg eingestellt worden.

Schlussfolgerung: Die vorliegende Studie konnte die Fragestellung nicht beantworten. Der BAB hatte tendenziell zwar einen günstigeren Effekt auf die PWV. Dieses Ergebnis ist aber durch den möglichen Bias auf Basis von Gruppeninhomogenitäten in Zweifel zu ziehen. Weitere Studien mit größerem Stichprobenumfang sind notwendig, um die hämodynamischen
Effekte von Betablockern und AT1-Rezeptorantagonisten bei Marfan-Patienten zu erforschen.
Kurzfassung auf Englisch: The Marfan syndrome is a hereditary disease which affects among other organ systems the cardiovascular system. A major complication is an aortic dissection. In recent years, the therapeutic strategy for slowing down the aortic dilatation has been undergoing a change. The gold standard beta-blocker (BAB) has been challenged by angiotensin II Type 1 receptor blockers (ARB). This retrospective study compares the effects of both drugs on hemodynamic variables such as pulse wave velocity, augmentation index and central pulse pressure of 14 patients with Marfan syndrome. For five patients follow-up examinations had been collected (ID 1-5). The other patients only participated in one examination while being medicated with a BAB or an ARB. There were no significant differential effects between both study arms, but several trends could be observed for the following parameters:
heart frequency (BAB 56 S/M: ARB 66 S/M p=0,15), radial dP/dt (BAB 815 mmHg/s: ARB 1045 mmHg/s, p=0,12) and PWV (BAB 6,2 m/s, ARB 7,7 m/s p=0,05).
Another interesting observation was the reduction of the aortic diameter at the level of the aortic root up 7mm in all three patients starting with a medication - BAB or ARB.

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