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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-68032
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6803/


Funktionelles hämodynamisches Monitoring des rechten Ventrikels beim akuten rechtsverntrikulären Versagen

Petersen, Christian

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Basisklassifikation: 44.66
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Reuter, Daniel (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.05.2014
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 11.07.2014
Kurzfassung auf Deutsch: In einem Tiermodell an Hausschweinen wurde nach Induktion einer akuten pulmonalarteriellen Hypertonie und der Beeinflussung des intravasalen Volumenstatus die Veränderung der rechtsventrikulären Schlagvolumenvariation beschrieben.
17 Tiere wurden in die Studie eingeschlossen. Nach Einleitung einer Allgemeinanästhesie, Tracheotomie und mechanischer Beatmung wurde eine standardisierte Präparation zur Anlage der benötigten Katheter und Flussmesssonden vorgenommen. Nach Sternotomie zur Positionierung der Flussmesssonde an der arteria pulmonalis wurde das Perikard und der Thorax wieder verschlossen. Nach einer Ausgangsmessung wurde zunächst die rechtsventrikuläre Nachlast durch eine definierte Erhöhung des pulmonalarteriellen Druckes vorgenommen. Hatte sich das Versuchstier auf dem gewünschten Druckniveau stabilisiert, erfolgte die Durchführung von Volumenmanövern. In drei Schritten wurden zunächst insgesamt 300 ml Blutvolumen entzogen, um anschließend in weiteren drei Schritten insgesamt 600 ml Blut und kolloidale Infusionslösung zu retransfundieren. In den Ergebnissen zeigte sich unter Induktion der Rechtsherzbelastung und dem Volumenentzug eine signifikante Korrelation zwischen der RVSVV und dem HZV. Die statischen rechtsventrikulären Druck- und Volumenparameter spiegelten die Veränderungen im HZV nicht wider. Durch sie ließ sich im Gegensatz zur RVSVV kein enger Zusammenhang zwischen der Modifikation des intravasalen Volumenstatus und der Variationen im HZV nachweisen. Unter der Volumenbelastung konnten die Versuchstiere in zwei Untergruppen separiert werden. Die Responder wurden als die Individuen definiert, welche unter Volumenrückgabe mit einem Anstieg von mehr als 5 % im HZV reagierten. Bei diesen Tieren war ebenfalls ein signifikanter Abfall der RVSVV zu verzeichnen. Die Nonresponder dagegen reagierten unter Volumenbelastung weder mit dem HZV noch mit der RVSVV.
Die RVSVV erwies sich als sensitiver Parameter für die Volumenbedürftigkeit des rechten Ventrikels während einer druckinduzierten Rechtsherzdysfunktion. Mit Hilfe der RVSVV ließ sich eine individuelle Funktionskurve des rechten Ventrikels definieren. Es ist davon auszugehen, dass dieser Parameter die Einschätzung hämodynamisch schwieriger Situationen kritisch kranker Patienten in der Klinik ermöglicht und somit die Durchführung einer zielgerichteten Volumentherapie erleichtert.

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