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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-68102
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6810/


Chirurgische Komplikationen nach Nierentransplantation : Standardisierte Erfassung anhand der Martin-Kriterien sowie der Clavien-Dindo Klassifikation und Analyse der Risikofaktoren

Kantas, Alexandros

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SWD-Schlagwörter: Nierentransplantation , Komplikation , Risikofaktor
Basisklassifikation: 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Koch, Martina (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 03.06.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 14.07.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Die Nierentransplantation ist die beste Therapie zur Behandlung der terminalen Niereninsuffizienz. Transplantierte Patienten leben länger bei besserer Lebensqualität im Vergleich zu Dialysepatienten. Die Nieren-transplantation ist eine sichere und etablierte Operation. Mit der Entwicklung der Immunsuppression werden hervorragende langfristige Ergebnisse erreicht. Bei steigender Lebenserwartung nimmt der Bedarf für Spenderorgane weiter zu, zusätzlich werden Empfänger und Spender kränker und älter und die Verfügbarkeit von Organen kann immer weniger den Bedarf abdecken. Zur Minimierung von Komplikationen ist die beste operative Expertise gefragt. Merkmale des chirurgischen Erfolgs sind die postoperativen Komplikationen. Nur eine standardisierte Berichterstattung derselben kann zu Qualitätssicherung führen. Diese Arbeit zeigt ein Modell von standardisierter Berichterstattung durch die Martin-Kriterien und die Clavien-Dindo-Klassifikation. Wir demonstrierten durch die retrospektive Analyse von 405 Patienten vom 2007 bis 2012 eine Komplikationsrate von 30 %, davon 15 % waren Grad-III oder höher. Die Analyse der Risikofaktoren zeigte, dass nicht nur Empfänger-Komorbiditäten wie Diabetes mellitus, sondern auch intensive Immunsuppression, postoperative Dialyse und der Operateur das Risiko beeinflussen. Die prophylaktische ASS-Therapie war kein signifikanter Risikofaktor für Blutungen, während andere Medikamente zur Blutverdünnung hoch signifikant das Risiko erhöhten. Der Chirurg hatte einen signifikanten Einfluss auf die Ureter-Komplikationen sowie auf die Gesamtrate von Komplikationen ab Grad-III. Der Vergleich der häufigsten IS-Schemata korrelierte nicht die mTOR-basierte Immunsuppression mit dem Auftreten von chirurgischen Komplikationen, wobei die Gabe von Steroiden erhöht das Risiko für Lymphozelen. Diese Analyse führte zu klinisch umsetzbaren Konklusionen. Die Indikation einer Dialyse nach NTx sollte streng gestellt werden, insbesondere bei Hochrisiko-Patienten. Die chirurgische Technik bedarf einer stetigen Optimierung zur Reduktion von Ureter-Komplikationen. Die intensive Immunsuppression sollte bei älteren Empfängern vermieden werden. Die mTOR-IS ist nicht per se risikobehaftet. Es gibt keine Evidenz für die perioperative Pausierung einer ASS-Therapie.

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