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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-68289
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6828/


Vergleich von Maske und Prong bei der nasalen CPAP-Atemunterstützung von Frühgeborenen

Seidel, Vera

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Perinatale Medizin
Basisklassifikation: 44.67
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Singer, Dominique (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.06.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 04.07.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Einleitung:
Die nasale CPAP-Therapie ist eine etablierte Form der nicht-invasiven Atemunterstützung von Frühgeborenen. Prong und Maske werden in der CPAP-Therapie bislang meist alternativ oder alternierend angewendet. Eine vergleichende Wirksamkeitsbeurteilung findet sich in der Literatur derzeit nicht. Ziel dieser Studie ist es, die Äquivalenz beider Systeme statistisch zu untermauern.
Material und Methoden:
In Form einer prospektiven Beobachtungsstudie wurden folgende Daten von 58 Frühgeborenen der 23. bis 34. Schwangerschaftswoche, die zwischen September 2011 und Dezember 2012 auf der Neonatologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf behandelt wurden, über jeweils 24 Stunden protokolliert:
Geräte-Parameter: PEEP (Atemwegsdruck), Atemgas-Flow, Druck-Hoch- bzw. Druck-Tief-Alarme; Vitalparameter: Atemfrequenz, Herzfrequenz, Apnoe- und Bradykardie-Häufigkeit, SpO2 (Sauerstoffsättigung), FiO2 (Sauerstoffanteil der Atemluft). Subjektive Eindrücke des Pflegepersonals: Handhabung, Passform, Abdichtung, Toleranz durch das Frühgeborene, Hautzustand.
Ergebnisse:
Geräteparameter: Es zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Devices bei PEEP, Atemgas-Flow und Druck-Tief-Alarmen. Bei Nutzung der Maske traten signifikant mehr Druck-Hoch-Alarme auf, als bei Verwendung des Prong (p=0,013). Vor allem bei niedrigen CPAP-Soll-Werten zeigte sich eine Tendenz zur Abweichung zu höheren CPAP-Ist-Werten. Insgesamt waren beide Systeme jedoch in der Lage, ein vergleichbares PEEP-Niveau bei vergleichbarem Flow zu halten.
Vitalparameter: Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Prong und Maske in Bezug auf Atemfrequenz, Herzfrequenz, Apnoe- beziehungsweise Bradykardie-Häufigkeit, Sauerstoffsättigung oder Sauerstoffanteil der Atemluft.
Subjektive Eindrücke des Pflegepersonals: Auch in Bezug auf Handhabung, Passform, Abdichtung, Toleranz und Hautzustand zeigten sich Maske und Prong gleichwertig. Eine vermeintliche graduelle höhere Toleranz der Maske scheint höchstwahrscheinlich auf einer Projektion des pflegerischen Gesamteindruckes auf das Frühgeborene zu beruhen.
Diskussion und Schlussfolgerung:
Die vorliegende Studie erbrachte keine wesentlichen Unterschiede zwischen Prong und Maske in Bezug auf gerätetechnische Parameter, Vitalparameter und subjektive Eindrücke des Pflegepersonals, abgesehen von einer signifikanten Häufung der Druck-Hoch-Alarme bei Maskennutzung. Eine klinikspezifische Vorliebe für die Maske konnte nicht ausgeschlossen werden. Die vorliegenden Ergebnisse liefern jedoch keinen Anhalt für relevante Unterschiede zwischen Prong und Maske, und erlauben die Schlussfolgerung, dass die alternative oder alternierende Verwendung beider Devices auf neonatologischen Intensivstationen zulässig ist.

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