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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-68558
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6855/


Parodontitisrisiko im Geschlechtervergleich

Beuscher, Laura

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Geschlechterunterschied , Parodontitisrisiko
Freie Schlagwörter (Englisch): Gender differences , periodontitis risk , sex differences
Basisklassifikation: 44.96
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Platzer, Ursula (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.06.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 16.07.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Die umfassende Literaturrecherche hat gezeigt, dass Gingivitis und Parodontitis ein großes Gesundheitsproblem in der erwachsenen Bevölkerung darstellen. Entscheidend für die Entstehung der Gingivitis und Parodontitis ist das Alter aufgrund der über die Zeit persistierenden Plaque und des schwächer werdenden Immunsystems. Auslöser dieser Erkrankungen sind Beläge auf den Zähnen, weshalb die Mundhygiene eine zentrale Rolle bei der Entstehung spielt und daher wichtiger Inhalt der Prophylaxemaßnahmen sein sollte. Der Tabakkonsum wirkt sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit des parodontalen Halteapparates aus und stellt einen Risikofaktor für Parodontalerkrankungen dar. Zudem ist die Mundhygiene von der sozialen Stellung abhängig. In den unteren Sozialschichten wird häufiger eine schlechtere Mundhygiene betrieben.
Die Mundhygiene ist insgesamt mangelhaft, denoch ist sie bei Frauen als besser anzusehen. Das Rauchen spielt bisher noch bei den Männern eine größere Rolle. Wegen der besseren Mundhygiene und der besseren Immunantwort leiden Frauen weniger häufig an Parodontitis als Männer. Damit ist das Geschlecht neben dem Alter und dem Rauchen einer der ausschlaggebenden Faktoren für das Erkrankungsrisiko.

Das Ziel der retrospektiven Studie war es, anhand der innerhalb eines Jahres (2009) in der Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf untersuchten Patienten zu prüfen, ob Männer ein höheres Parodontitisrisiko haben als Frauen und ob Frauen die bessere Mundhygiene betreiben.

272 vollständige Patientenkarteien konnten zur Prüfung herangezogen werden, da bei ihnen eine chronische Parodontitis und die Mundpflegegewohnheiten dokumentiert waren. Die zur Auswertung verwendeten Parameter waren Alter, Geschlecht, Rauchgewohnheiten, Periodontal Screening Index (PSI), Approximal Plaque Index (API) und Interdentaler Blutungsindex (IBI) erfasst und in SPSS eingepflegt. Ebenso wurden die verwendeten Mundpflegemittel dokumentiert.
Die Studienpopulation bestand aus 111 Frauen und 161 Männer.
Die Auswertung hat ergeben, dass Männer durchschnittlich einen PSI von 3,32 haben, Frauen von 3,20. Die Überprüfung des IBI ergab bei zwei Dritteln beider Geschlechter eine gute bis mäßige Mundhygiene und die des API bei der Hälfte beider Geschlechter. 46% der Studienpopulation waren Raucher davon waren 60,8% Männer und 39,2% Frauen.
Die biometrische Datenauswertung dieser Patientendaten hat ergeben, dass zwischen den Geschlechtern kein signifikanter Unterschied im Bezug auf den Zustand des Parodonts besteht. Auch die Mundhygiene ist bei beiden Geschlechtern ähnlich. Der einzige Parameter, der die Gesundheit des Parodonts signifikant beeinflusst, ist das Alter.
Kurzfassung auf Englisch: The comprehensive literature review has shown that gingivitis and periodontitis represent a major health problem in the adult population. Crucial for the development of gingivitis and periodontal disease, old age is due to the over time of persistent plaque and weakening the immune system. One fact that triggers this disease are deposits on the teeth, which is why oral hygiene plays a central role in the formation and therefore it should be an important content of prophylactic measures . Tobacco use also affects negatively on the health of the periodontal attachment apparatus and is a risk factor for periodontal disease . In addition, the oral hygiene depends on the social position . In the lower classes poorer oral hygiene is operated frequently.
Oral hygiene is altogether deficient, however it is to be regarded as better in women. So far smoking plays a greater role at the men. Because of better oral hygiene and better immune response women suffer less frequently from periodontal disease than men. Gender is in addition to the age and smoking one of the decisive factors for the risk of disease.

The aim of the retrospective study was to examine the patient records of one year (2009) at the Clinic for Dental, Oral and Maxillofacial Surgery of the University Hospital Hamburg Eppendorf . It has to be checked whether men are at higher periodontitis risk than women and whether women have the better oral hygiene .

272 complete patient records could be used for testing, because with them a chronic periodontal disease and oral hygiene habits were documented. The parameters used for the analysis were age, gender, smoking habits, periodontal screening index (PSI), approximal plaque index (API) and inter-dental bleeding index (IBI) collected and entered into SPSS. Similarly, the oral care agents used were documented.
The study population consisted of 111 women and 161 men.
The evaluation has shown that men on average have a PSI of 3.32, women 3.20. The review of the IBI showed two-thirds of both sexes a good to moderate oral hygiene and the API at half of both sexes. 46% of the study population were smokers which were 60.8% men and 39.2% women.
The biometric data analysis of these patients has shown that there is no significant difference in relation to the status of the periodontium between the sexes. The oral hygiene is similar in both sexes. The only parameter that significantly affects the health of the periodontium, is age.

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