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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-69037
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6903/


Teilnahmebereitschaft an klinischen Studien vor dem Hintergrund von Wissen und Einstellungen bezüglich medizinischer Forschung : Ergebnisse einer Befragung von Studierenden der Medizin und der Gesundheitswissenschaften

Wulf, Falk

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SWD-Schlagwörter: Medizin , Forschung , Klinisches Experiment
Freie Schlagwörter (Deutsch): Teilnahmebereitschaft
Freie Schlagwörter (Englisch): Willingness to Participate
Basisklassifikation: 44.07
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Bullinger, Monika (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.07.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 05.08.2014
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Arbeit wurden die Zusammenhänge zwischen den Konstrukten „Bereitschaft an einer klinischen Studie teilzunehmen“, „Wissen über klinische Forschung“ und „Einstellung zu klinischer Forschung“ untersucht. Auch wurde nach Unterschieden bezüglich Teilnahmebereitschaft, Wissen und Einstellung in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit zu einer (Sub-)Gruppe gesucht. Schließlich wurde die Frage untersucht, welche Prädiktoren oder bzw. Einflussfaktoren der Teilnahmebereitschaft es geben könnte.
Untersucht wurden Studierende (n = 196) im Alter von 19 bis 51 Jahren (m = 24,77), davon waren 72% weiblich und 8% hatten Vorerfahrungen mit klinischen Studien. Folgende Zusammenhänge konnten gefunden werden: Wissen und Einstellung r = 0,51**, Wissen und Teilnahmebereitschaft r = 0,24**, Einstellung und Teilnahmebereitschaft r = 0,19**. Auch zeigte sich bei Teilnehmern das Wissen (p = 0,017) und die Einstellung (p = 0,003) signifikant höher als bei Nicht-Teilnehmern. Die Gruppe „UKE“ gab signifikant höheres Wissen (p < 0,001), eine positivere Einstellung (p < 0,001) und eine höhere Teilnahmebereitschaft (p = 0,001) an als die Gruppe „HAW“. Befragte mit Vorerfahrungen gaben signifikant höheres Wissen (p = 0,002), eine positivere Einstellung (p = 0,018) und eine höhere Teilnahmebereitschaft (p = 0,001) an als Befragte ohne Vorerfahrungen, insbesondere derjenigen, die bereits eine Teilnahme in der Vergangenheit abgelehnt hatten. Befragte mit dem Szenario „Pharmakonzern“ hatten eine signifikant schlechtere Einstellung (p = 0,032) als Befragte mit dem Szenario „Universität“ oder ohne Szenario. Die Prädiktoren der Teilnahmebereitschaft sind Wissen, Gruppenzugehörigkeit, Vorerfahrungen und das Szenario. Der Modellfit der multiplen Regressionsanalyse ist hochsignifikant (p < 0,001), allerdings ist der Anteil der aufgeklärten Varianz (korr. R2) mit 14% niedrig.
Die zentralen Aussagen dieser Arbeit sind folgende: es gibt zwischen Wissen und Einstellung bezüglich klinischer Forschung eine bedeutsame Schnittmenge, es lassen sich zwei Anteile von Wissen über klinische Forschung unterscheiden (explizit und implizit), eine isolierte Erhöhung des Faktenwissens über klinische Forschung führt nicht zwingend zu einer Erhöhung der Teilnahmebereitschaft und die wahrgenommene Verhaltenskontrolle als Teil der Einstellung zu klinischer Forschung kann einen Teil des impliziten Wissens erklären.
Daher ist es wichtig, für die zukünftige Forschungsarbeit insbesondere mit Familien und deren Kindern als Teilnehmer an klinischen Studien, zielgruppenspezifische Methoden und Instrumente der Aufklärung der Teilnehmer im Sinne eines Empowerments zu entwickeln.

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