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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-69199
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6919/


Externes Ausbildungsmanagement als Instrument der betrieblichen Ausbildung : eine empirische Unternehmensbefragung

Christophori, Beate

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Berufsausbildung , Betriebliche Ausbildung , Personalentwicklung , Ausbildung , Berufspädagogik
Freie Schlagwörter (Deutsch): Ausbildungsmanagement , Externes Ausbildungsmanagement , Personalentwicklung
Freie Schlagwörter (Englisch): Vocational Training , vocational education , external management , business education , VET
Basisklassifikation: 80.04
Institut: Sozialwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Rastetter, Daniela (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 04.04.2014
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 12.08.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Die Berufsausbildung hat in Deutschland eine lange Tradition und gilt als ein erfolgreiches Mittel des Übergangs von jungen Menschen ins Arbeitsleben. Dabei wirken auf die Berufsausbildung vielfältige und komplexe Strukturen ein. Von der demografischen Entwicklung über die Konjunktur und die aktuell stattfindenden strukturellen Veränderungen des Bildungssystems bis zur Europäisierung der Berufsausbildung und den rechtlichen Vorschriften wird Berufsausbildung von veränderlichen gesellschaftlichen Einflüssen geprägt. Probleme bei der Rekrutierung von neuen Auszubildenden, mangelnde Ausbildungsreife und zu häufiger Ausbildungsabbruch bei den vorhandenden Auszubildenden sowie die zunehmende Heterogenität der Auszubildenden sind dabei aus betrieblicher Sicht die größten Herausforderungen. EntscheidungsträgerInnen suchen innerbetrieblich wie außerbetrieblich nach Lösungen, die für das Unternehmen wirtschaftlich tragbar sind. Bisher haben Bundesprogramme, die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter der Städte für Hilfen bei der Berufsausbildung gesorgt, um Härten vor allem für kleine und mittlere Unternehmen abzufedern. Je mehr sich allerdings die Bedingungen auf dem Ausbildungsmarkt zugunsten der Ausbildungsplatzsuchenden verändern, desto mehr ziehen sich diese staatlichen Stellen von der Hilfeleistung für die betriebliche Berufsausbildung zurück und befassen sich mit aktuelleren Aufgaben im Übergangssystem von Schule zum Berufsleben. Sie überlassen die Beteiligten den Bedingungen des Marktes. Unter den öffentlichen Unterstützungsprogrammen war auch das erfolgreiche externe Ausbildungsmanagement. Externes Ausbildungsmanagement unterstützt die Unternehmen bei ihren Aktivitäten rund um die Berufsausbildung. Es werden organisatorische und pädagogische Aufgaben nach außen vergeben, die Ausbildung selber findet im Unternehmen statt. Betriebe, die öffentliche Hilfeleistungen erhalten hatten, wollten diese über den Programmhorizont hinaus beziehen. Daraus entstanden die ersten Initiativen, diese externen Unterstützungsleistungen auch nachhaltiger anzubieten. In diesem Umfeld entsteht ein neuer Markt, in dem private BildungsanbieterInnen und UnternehmensberaterInnen zunehmend die Betriebe als Kunden für Dienstleistungen der beruflichen Ausbildung entdecken. Zuerst selbst von staatlicher Seite gefördert, beginnen private AnbieterInnen das Marktpotential eines externen Ausbildungsmanagements zu entdecken und die staatlichen Angebote gezielt mit privaten Dienstleistungen zu ergänzen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der Veränderung zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft wird den Betrieben zunehmend klar, dass sich Investitionen in die zukünftigen Humanressourcen auch ohne staatliche Zuschüsse lohnen. Sie finanzieren Unterstützungsleistungen von außen selbst und werden damit Teil einer neuen Entwicklung in der Berufsausbildung. Damit wurde ein neues Instrument der Berufsausbildung initiiert, das externe Hilfen für die interne betriebliche Berufsausbildung zur Verfügung stellt und nach marktwirtschaftlichen Prinzipien von den Unternehmen selbst finanziell getragen werden soll. Die Betriebe kaufen externe Ausbildungsleistungen hinzu oder es werden gemeinsam mit den Verantwortlichen in den Unternehmen Ausbildungslösungen entwickelt. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Grundlagen der dualen Berufsausbildung und ihren Herausforderungen, der Einordnung des Ausbildungsmanagements in die betriebswirtschaftlichen Basisfunktionen genauso, wie mit den bereits vorhandenen Unterstützungsmaßnahmen. Vertiefend wird im empirischen Teil die Bereitschaft der Beteiligten untersucht, ein neues Instrument „externes Ausbildungsmanagement“ zu nutzen und dafür firmeninterne finanzielle Ressourcen bereitzustellen. Diese Pilotstudie zeigt auf, welche Dienstleistungen sich die Unternehmen wünschen und für welche sie bereits sind selbst zu bezahlen. Die Arbeit verdeutlicht Erklärungsansätze für ein Geschäftsmodell externes Ausbildungsmanagement und konkretisiert auf Grundlage der empirischen Ergebnisse, wie dieses aussehen könnte. Die Dissertation trägt dazu bei, einige Forschungslücken zu schließen und externes Ausbildungsmanagement als Geschäftsmodell sowohl zu konkretisieren als auch ein Stück weit zu strukturieren. Es werden die darin enthaltenen grundlegenden Chancen zur Lösung von modernen Ausbildungsherausforderungen und der Verbesserung des Ausbildungsnutzens herausgestellt. Sie leistet somit einen Beitrag zur veränderten Stellung des externen Ausbildungsmanagements in der Ausbildungslandschaft Deutschlands.
Kurzfassung auf Englisch: Long time vocational training was supported by the german government. Nowadays the support is transfered to more important areas of education. External services should take over the task.
External services to support the management of vocation training in companies financed by the business organization is the focus of the present study. A web-survey and interviews of experts will proof that the companies are ready to take the costs of the services.

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