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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-69734
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2014/6973/


Journalistische Erinnerung als Dimension europäisierter Öffentlichkeit: Theoretische Grundlegung und empirische Anwendung am Beispiel der „Europäischen Wende“

Lohner, Judith

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Erinnerung , Journalismus , Öffentlichkeit , Identität , Europa
Freie Schlagwörter (Deutsch): Gesellschaftliche Erinnerung , Europäische Öffentlichkeit , Europäische Identität , Erinnerungsberichterstattung
Freie Schlagwörter (Englisch): Social memory , European public sphere , European identity , Memory journalism
Basisklassifikation: 05.31 , 05.33 , 05.02 , 05.30 , 05.20
Institut: Sozialwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Nachrichtenmedien, Journalismus, Verlagswesen
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Neverla, Irene (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.07.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 17.09.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Dissertation befasst sich mit der theoretischen wie empirischen Analyse von Formen, Entstehungsbedingungen und Entwicklungsgraden europabezogener bzw. europäisierter journalistischer Erinnerung als Dimension europäisierter Öffentlichkeiten und Identitäten.
Auf der Basis einer kritischen Diskussion der vorliegenden theoretischen und empirischen Erkenntnisse aus der gesellschaftlichen bzw. medialen Erinnerungsforschung, der vorliegenden Überlegungen zu grenzüberschreitenden Erinnerungen jenseits der Nation sowie der europabezogenen Identitäts- und Öffentlichkeitsforschung wird ein theoretisches Analysemodell entwickelt. Dieses konzipiert die Europäisierung von Erinnerungsöffentlichkeiten – und der journalistischen Erinnerung als ein Teil davon – als kontext- bzw. ereignisabhängigen, pluralen, graduellen und mehrdimensionalen Prozess innerhalb der übergeordneten Europäisierung von Öffentlichkeit. Mit der ‚gegenseitigen Beobachtung‘, der ‚Partizipation und Interaktion‘, der ‚diskursiven Auseinandersetzung‘ sowie der ‚Integration‘ werden analytisch vier Europäisierungsdimensionen unterschieden, die kommunikative Verdichtungen in Bezug auf Themen, Akteure, Argumentation und identitäre Bezüge beschreiben.
Auf dem Analysemodell aufbauend untersucht die Arbeit den derzeitigen Europäisierungsgrad journalistischer Erinnerung. Diese empirische Analyse erfolgt am Beispiel der journalistischen Berichterstattung zum 20-jährigen Jubiläum der „Europäischen Wende“ (d.h. der demokratischen Umbruchbewegungen in den Staaten des Warschauer Pakts in den Jahren 1989-1991) als einem zentralen Ereignis in der jüngeren gesamteuropäischen Geschichte. In einer standarisierten Text- und Bildinhaltsanalyse (n=1106 Artikel, 258 Bilder) wird die Erinnerung der deutschen und französischen Qualitätstageszeitungen Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Le Monde und Le Figaro verglichen.
Die empirischen Ergebnisse zeigen zum einen, dass es sich bei der beobachteten Transnationalisierung um eine Europäisierung und keine Globalisierung der Erinnerung an die Europäische Wende handelt. Diese ist als ereignisspezifische ‚Wendeeuropäisierung‘ auf die von der Wende unmittelbar betroffenen Räume und Akteure fokussiert und hinsichtlich der räumlich-thematischen Ausrichtung und der vermittelten Perspektiven auf einen Erinnerungskern hin verdichtet. Bei allen beschriebenen Europäisierungstendenzen bleiben nationale und subnationale Räume, Perspektiven, Kollektive und Rahmungen im Sinne einer ‚domestizierten Europäisierung‘ eine zentrale Bezugsebene in der Erinnerung. Als (mehrfach) ‚segmentierte Europäisierung‘ variiert die Europäisierung zudem abhängig vom Untersuchungsland und zwischen den einzelnen Zeitungen innerhalb der beiden Ländersamples sowie abhängig vom erinnerten Unterereignis der Wende.

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