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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-72347
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2015/7234/


Prävalenz und Koprävalenz der Monoklonalen Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) und der monoklonalen B-Zell-Lymphozytose (MBL) in einer großen Hospitalkohorte

Prevalence and coprevalence of monoclonal gammopathy of undetermined significance (MGUS) and monoclonal B cell lymphocytosis (MBL) in a big hospital cohort

Vogler, Birthe Kathrin

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Basisklassifikation: 44.81
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Trepel, Martin (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.02.2015
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 19.03.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Die beiden B-Zell-Neoplasien MBL und MGUS gelten als jeweilige Vorstufen der chronisch lymphatische Leukämie und des Multiple Myeloms aus Formenkreis der B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphome. Es stellt sich die Frage, ob eine Zusammenhang zwischen MBL und MGUS besteht, da beide Gemeinsamkeiten auf klinischer und biologischer Ebene haben.
Der primäre Endpunkt der Arbeit war die überzufällige Koprävalenz von MBL und MGUS im untersuchten Patientenkollektiv, basierend auf der Annahme einer Assoziation beider Vorstufen. Sekundärer Endpunkt war die jeweilige Prävalenz von MBL und MGUS.
Bei 1.913 Individuen ohne bekannte hämatologische Erkrankung, wurde das Vorhandensein einer MBL und einer MGUS untersucht. Die Blutproben stammten aus der Routinediagnostik von Patienten, welche innerhalb des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, jedoch außerhalb eines onkologischen Zentrums behandelt wurden. Die Untersuchungen erfolgten anhand der multiparametrischen Durchflusszytometrie zur Detektion einer MBL und der Immunfixation aus dem peripheren Blut zur Detektion einer MGUS.
Die Prävalenz von MBL lag bei 3,8 %, die von MGUS bei 10 % im untersuchten Patientenkollektiv. Eine Koprävalenz beider Vorstufen fand sich bei 0,4 % bei 1.494 gemeinsam analysierten Patienten. Das gemeinsame Auftreten von MBL und MGUS war somit nicht signifikant überzufällig häufig.
Das Ergebnis zeigte, dass eine Assoziation von MBL und MGUS nicht durch eine Untersuchung der Koprävalenz aufgedeckt werden konnte. Ein erweitertes Screening von Patienten bei MGUS-Nachweis auf MBL kann daher weiterhin nicht empfohlen werden. Die vorliegende Arbeit weist darauf hin, dass bei MBL und MGUS eine größere Diversität als bisher beschrieben im Hinblick auf Biklonalität, Immunphänotypen und das Auftreten weiterer klonaler Erkrankungen besteht. Die Erforschung dieser Diversität und ihr Ursprung sollten Aufgabe von Folgearbeiten sein. Die genauen Zusammenhänge zwischen den beiden Vorstufen bleiben weiterhin unklar.
Kurzfassung auf Englisch: The two B-cell neoplasms MBL and MGUS are considered relevant precursors of chronic lymphocytic leukemia and multiple myeloma in the form of circle of B-cell non-Hodgkin's lymphomas. This raises the question of whether a correlation between MBL and MGUS exists because both have shared on clinical and biological level.
The primary endpoint of the study was the crossing random coprevalence of MBL and MGUS in the examined group of patients, based on the assumption of an association of both precursors. The secondary endpoint was the respective prevalence of MBL and MGUS.
At 1,913 individuals without known hematological disease, the presence of a MBL, and a MGUS were examined. The blood samples were from the routine diagnosis of patients who were treated within the University Medical Center Hamburg-Eppendorf, but outside of the cancer center. The tests were performed using the multi-parametric flow cytometry for detection of MBL and immunofixation from the peripheral blood to detect a MGUS.
The prevalence of MBL was 3.8%, that of MGUS at 10% in the studied patient population. A coprevalence of both precursors were found in 0.4% of 1,494 patients analyzed together. The common occurrence of MBL and MGUS was not significant.
The result showed that an association between MBL and MGUS could not be revealed by an examination of the coprevalence. An advanced screening of patients with MGUS detection of MBL may therefore still not be recommended. The present study indicates that at MBL and MGUS, there is a greater diversity than previously described in terms of biclonality, immunophenotypes and the subsequent emergence of clonal disorders. The exploration of this diversity and origin should be researched in other studies. The exact relationship between the two precursors remains unclear.

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