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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-72518
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2015/7251/


Untersuchungen zum Einfluss von Reelin auf die Aromatase-Transkription sowie zum Nachweis von Reelin in Gonaden

Kankowski, Katja Wenke

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SWD-Schlagwörter: Reelin , Aromatase , Neuroanatomie
Freie Schlagwörter (Englisch): Hippocampus , Reeler , GnRH , Luciferase
Basisklassifikation: 44.34
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Pröls, Felicitas (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.02.2015
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 24.03.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Reelin ist ein extrazelluläres Matrixprotein, welches in Cajal-Retzius Zellen synthetisiert wird. Reeler-Mäuse haben einen Defekt in der Reelin-Synthese und zeichnen sich durch motorische Defizite aus. Histologische Analysen haben gezeigt, dass deren kortikale Organisation sowohl im Kleinhirn, Großhirn als auch im Hippocampus gestört ist. Reeler-Mäuse verfügen darüber hinaus über eine eingeschränkte Fertilität und zeigen eine gestörte Migration von GnRH Neuronen. Weibliche Reeler-Mäuse zeigen zudem eine verminderte Aromataseexpression in Tertiärfollikeln des Ovars. In männlichen heterozygoten Reeler-Mäusen wurden nach Applikation von Estradiol (E2) erhöhte Reelin RNA und Protein Spiegel nachgewiesen, umgekehrt konnte nach Inhibition der Aromatase eine reduzierte Reelin Expression im Hippocampus gezeigt werden. Die lokale Estradiolsynthese wird durch mehrere Faktoren bestimmt, wie z.B. durch GnRH, die E2-Konzentration selbst und die Aromatase-Aktivität. Aromatase ist ein wichtiges Enzym, das aus den Vorstufen Testosteron und Androstendion die Synthese von Estradiol katalysiert.
In dieser Arbeit wurde zunächst untersucht, ob Reelin die Aromatase Transkription moduliert. Dafür wurde der Aromatase-Promotor vor ein Reportergen (Luciferase) kloniert und dessen Aktivität in Lumineszenz-Assays in An- und Abwesenheit von Reelin bestimmt. In hippocampalen Zellkulturen konnte auf Transkriptionsebene keine eindeutige Regulation gezeigt werden, es konnte jedoch die Hypothese aufgestellt werden, dass bei einer möglichen Regulation Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Zellen vorhanden sind. In männlichen hippocampalen Zellkulturen wurde zudem nach Reelin-Zugabe eine Herunterregulation der in das Medium sezernierten E2-Menge nachgewiesen. Mittels semiquantitativer PCR konnte ein deutlicher Anstieg von Reelin mRNA im Nebenhoden von 12 Wochen alten Ratten gezeigt werden. In Situ Hybridisierungen zeigten darüber hinaus die zelluläre Lokalisation von Reelin in Gonaden: Im Nebenhoden ließen sich interessanterweise deutliche regionale Unterschiede in der Reelin mRNA Expression beobachten. Reelin scheint auch in Gonaden von großer Wichtigkeit zu sein und trägt möglicherweise sowohl zur Follikelreifung als auch zur Ausdifferenzierung und Mobilität von Spermatozoen bei.

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