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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-73000
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2015/7300/


Untersuchung zur Daptomycinresistenz bei Enterococcus faecium-Isolaten von Patienten nach Stammzelltransplantation

Investigation to daptomycinresistance in Enterococcus faecium isolates from patients after stem cell transplantation

Ruckert, Carolin

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Basisklassifikation: 44.43
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Aepfelbacher, Martin (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.04.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 27.04.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Stammzelltransplantierte Patienten stellen ein Risikokollektiv für Infektionen mit Vancomycin-resistenten Enterokokken dar. Bisher liegen kaum Daten über die Empfindlichkeit von VRE von stammzelltransplantierten Patienten gegenüber dem in der Eskalationstherapie eingesetzten Antibiotikum Daptomycin vor. In der vorliegenden Arbeit galt es zu klären, welche Auswirkungen der Einsatz von Daptomycin auf intestinal koloniesierte VRE hat. Es konnte gezeigt werden, dass Patienten sowohl mit klonal identischen als auch mit klonal unterschiedlichen Isolaten über längere Zeit besiedelt sein können. Diese können unabhängig voneinander ihre Empfindlichkeit gegenüber Daptomycin ändern. Es konnte verdeutlicht werden, dass VRE das Potential zur Daptomycinresistenz tragen. Eine verminderte Empfindlichkeit war zum einem mit einer Daptomycinexposition assoziiert, zum anderen ist auch das Vorliegen einer primären Daptomycinunempfindlichkeit möglich. Mehrere Ursachen für eine Sensibilitätsabnahme gegenüber Daptomycin wurden diskutiert. Neben einem erhöhten Selektionsdruck scheinen vor allem Mutationen in potentiellen Resistenzgenen der Enterokokken eine Rolle zu spielen. Mittels PFGE als klonal identisch identifizierte Stammpaare, die einen zeitlichen Abstand von mindestens drei Wochen aufwiesen und eine Zunahme der Daptomycin-MHK zeigten, trugen alle die Gene liaF, liaS und liaR. Mutationen in diesen Genen werden derzeit im Zusammenhang mit Unempfindlichkeiten gegenüber Daptomycin diskutiert. Bei den Patientenisolaten ließen sich im Laufe der Daptomycintherapie aber keine Mutation in den Genen liaF, liaS und liaR nachweisen. Stattdessen zeigten sich Mutationen im Gen cls. Vermutlich führten diese zu Veränderungen der Bakterienzellmembran und so zu einem verminderten Ansprechen gegenüber Daptomycin. Insbesondere bei Risikopatienten, wie dem Kollektiv immunsupprimierter Patienten der KMT-Station, kann eine Abnahme der Sensibilität gegenüber Reserveantibiotika verheerende Folgen haben. Zusammenfassend konnte die zunehmende klinische Relevanz von Mechanismen, die bei VRE zu einem geringeren Ansprechen auf Daptomycin führen können, verdeutlicht werden. Weitere Forschung ist nötig, um molekulare Resistenzmechanismen weiter aufzudecken.

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