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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-73189
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2015/7318/


Ergebnisse der Endosonografie im prätherapeutischen Staging des Kardia- und Magenkarzinoms

Flender, Fynn-Paavo

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Basisklassifikation: 44.81 , 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Izbicki, Jakob R. (Prof. Dr. Prof. h.c. Dr. h.c.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 04.05.2015
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 18.05.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Sinkender Inzidenz und Mortalität in den Industrieländern zum Trotz ist das Magenkarzinom als weltweit vierthäufigste maligne Entität auch heute noch von enormem klinischen und gesundheitsökonomischen Interesse. In Deutschland wurden im Jahre 2004 18.800 Neuerkrankungen registriert (11.000 Männer, 7.780 Frauen), womit das Magenkarzinom nach wie vor die fünft- bzw. siebthäufigste maligne Neoplasie darstellt.
Das Staging des Magenkarzinoms orientiert sich an der TNM-Klassifikation der UICC. Die Diagnostik soll das Stadium der Erkrankung vor einer Therapie exakt festlegen, um die individuelle Therapieentscheidung zu ermöglichen.
Eine zentrale Stellung im Stagingprozess nimmt die Endosonografie ein. Ziel ist es, Patienten mit lokal begrenztem (T1/2N0) von Patienten mit lokal fortgeschrittenem (T3/4, jedes N+) Karzinom zu unterscheiden. Erstere werden nach Ausschluss einer Fernmetastasierung einer primär kurativen Resektion zugeführt, während es gegenwärtig weiter zu diskutieren gilt, ob Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen von einer perioperativen Therapie profitieren.
Unter den 123 eingeschlossenen Patienten dieser retrospektiven Arbeit ergab sich eine Treffsicherheit im T-Stadium von 44,7%. Insbesondere das sog. Overstaging niedriger T-Stadien führt zu dieser statistisch niedrigen Treffsicherheit. Die Treffsicherheit des Lymphknotenstagings dieser Arbeit liegt bei 71,5%. Einer hohen Sensitivität in der Differentialdiagnose eines lokal fortgeschrittenen (T3/4und/oder N+) oder lokalen T1/2N0-Status stehen moderate prädiktive Werte entgegen. In 8 von 10 Fällen (81,4%) bestätigt sich die Diagnose eines lokal fortgeschrittenen Karzinoms, nur in etwa 3 von 4 Fällen (73,1%) die Diagnose eines lokalen uT1/2N0-Status. Eine ermittelte Spezifität von 51,4% bedeutet, dass nahezu die Hälfte der Patienten mit einem lokalen pT1/2N0-Tumor fälschlicherweise dem lokal fortgeschrittenen Stadium zugeordnet wurde. Eine Entscheidung über eine perioperative Behandlung nach diesen Endosonografiebefunden allein führte demnach bei der Hälfte der primär resektablen Patienten zu einer Übertherapie.

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