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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-75217
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2015/7521/


Mundhygienestatus und zahnmedizinische Versorgung von 1231 Verstorbenen ab dem 50. Lebensjahr im Krematorium Hamburg-Öjendorf

Oral hygiene status and dental care out of 1231 decedents from the age of 50 in the crematorium Hamburg Öjendorf

Gafari, Khatera

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SWD-Schlagwörter: Zahnmedizin , Zahnpflege , Zahnstatus , Versorgung , Alter
Freie Schlagwörter (Deutsch): Alterszahnmedizin , Seniorenzahnmedizin , Mundhygienestatuts von Senioren , Zahnmedizinische Versorgung von Senioren
Basisklassifikation: 44.96
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.08.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 02.09.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel dieser Dissertation bestand darin zu überprüfen, ob der Mundhygienestatus und die zahnmedizinische Versorgung von 1231 Verstorbenen ab dem 50. Lebensjahr im Krematorium Hamburg-Öjendorf dem heutigen Stand der zahnärztlichen Versorgung entsprechen. Das orale Screening fand im Rahmen der zweiten Leichenschau im Krematorium (sog. Krematoriumsleichenschau) statt.
Einerseits war es ein erfreulicher Aspekt, dass die Probanden bis ins hohe Alter noch eigene Zähne besessen haben. Das ist für die Lebensqualität und die Psyche der Betroffenen sehr wichtig. Das Ergebnis ist auf eine erfolgreiche Prävention in der Zahnmedizin zurückzuführen. Der Vergleich mit der DMS IV-Studie bestätigt das Ergebnis. Andererseits war der Anteil der Verstorbenen mit rund 30%, die keine Zähne und keinen Zahnersatz in Form einer Totalprothese hatten erschreckend hoch. Der DMF-S-Index wurde im Rahmen dieser Arbeit zur Einstufung des Kariesbefalls der Zähne berechnet und herangezogen. Die Untersuchungen der Stichprobe als Momentaufnahme zum Zeitpunkt des Todes ergaben, dass die zahnmedizinische Versorgung mit zunehmendem Alter gravierend schlechter wird bzw. keine Versorgung durchgeführt wurde. Somit wird in dieser Stichprobe deutlich, dass ein großer Behandlungsbedarf in der konservierenden und prothetischen Versorgung besteht. Die resultierende Problematik des demographischen Wandels ist gravierend und darf nicht unterschätzt werden. Immerhin sind die Leidtragenden die älteren Menschen, die sich unter Umständen nicht äußern können und unter diesen Missständen sehr leiden. Kariöse Zähne und unversorgtes Lückengebiss gehen mit Schmerzen und Einschränkung der Nahrungsaufnahme einher. Dies beeinflusst die Phonetik, führt zu funktionellen Problemen, der Verschlechterung der Kaufunktion, der Veränderung der Ästhetik und der Psyche des Patienten. Die gesamte Lebensqualität leidet darunter. Die vorliegende Arbeit warf die Frage auf, was dazu führt, dass die Senioren keinen regelmäßigen Zahnarztbesuch tätigen? Wie kommen Zahnärzte an genau diese Senioren heran? Wie erreichen Zahnärzte die Senioren, die Zuhause leben? Wie werden die Senioren im Altenheim erreicht?
Somit gilt es als ein Appell an die Zahnärzte intensiver mit Altenheimen und mit Ambulanten Pflegeeinrichtungen zusammen zu arbeiten, um genau diese Senioren zu erreichen. Die Pflegekräfte müssen im Umgang mit Zahnpflegeutensilien besser ausgebildet werden und den Zähnen und dem Zahnersatz der Senioren mehr Aufmerksamkeit schenken.
Zukünftig sollten die zahnmedizinische Versorgung der Senioren hinsichtlich der Kariesindices und Zahnersatzversorgung näher in weiteren Arbeiten zu dieser Thematik untersucht werden, insbesondere im Vergleich mit den neuen Ergebnissen der DMS V.

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