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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-75400
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2015/7540/


Fragmentozyten und Lactat-Dehydrogenase in der Diagnostik des Hämolytisch-urämischen Syndroms bei Patienten mit Escherichia coli O104:H4 Infektion

Schistocytes and Lactat dehydrogenase in the diagnosis of hemolytic uremic syndrome in patients with Escherichia coli O104:H4 infection

Nassour, Maher

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Fz , LDH
Basisklassifikation: 44.46
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wagener, Christoph (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.08.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 28.09.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Norddeutschland erlebte 2011 eine der größten Ausbrüche mit Shiga-Toxin produzierenden E. coli (STEC) und Ausbildung von Hämolytisch-urämischen Syndromen (HUS) weltweit. Einer der Parameter, die in der Labormedizin zur Diagnostik des HUS verwendet werden, ist die Anzahl der Fragmentozyten. Hier sollte untersucht werden, welche Fragmentozyten-Grenzwerte in einer großen Patientenkohorte beobachtet werden können und ob eine gleichzeitige Messung der Lactat-Dehydrogenase, die Diagnostik verbessern kann. Hierfür wurden drei Patientengruppen untersucht: Patienten mit STEC-Infektion bei gleichzeitiger Entwicklung eines HUS (STEC-HUS), STEC-Patienten ohne HUS (STEC) und Kontrollpatienten ohne STEC-Infektion, die unter ähnlichen Symptomen wie z.B. (blutigem) Durchfall litten.

Die Klassifizierung der STEC-Patienten erfolgte mittels mikrobiologischem Nachweis. Grundlage für die Diagnose eines HUS war das Auftreten der Trias einer Thrombozytopenie, Anämie und Nierenversagen. Die Fragmentozyten wurden im Blutausstrich gezählt. Zudem wurden die Anzahl der Thrombozyten sowie die Konzentrationen von Hämoglobin und Kreatinin bestimmt.

In dieser Studie wurden 74 STEC-HUS Patienten, 75 STEC-Patienten und 69 Kontrollpatienten eingeschlossen. Es wurde eine deutliche Erhöhung der Fragmentozytenzahl (Median = 0,8%) bei STEC-HUS-Patienten im Vergleich zu STEC Patienten (Median = 0,1%) und Kontrollpatienten (Median = 0,1%) zum Zeitpunkt der Aufnahme beobachtet. Es konnte gezeigt werden, dass bereits ein Grenzwert von 0,3% ausreicht, um HUS-Patienten zu klassifizieren. Die Anzahl an Fragmentozyten blieb im Durchschnitt auch zum Zeitpunkt der Normalisierung der Kreatininkonzentration und Thrombozytenzahl erhöht. Sie fiel erst zu einem späteren Zeitpunkt ab. Die LDH-Aktivität eignete sich mit vergleichbarer Leistung zur Klassifizierung von STEC-HUS und STEC bzw. Kontrollpatienten. Eine gleichzeitige Bestimmung beider Parameter, also der Fragmentozyten und der LDH, brachte keinen diagnostischen Vorteil.

Hier handelt es sich um die bisher größte STEC Patientenkohorte zur Untersuchung von Fragmentozyten beim Hämolytisch-urämischen Syndrom. Dabei konnte das Potential der Fragmentozyten zur Diagnostik eines HUS bestätigt werden. Die Ergebnisse dieser Studie könnten bei der zukünftigen Wahl eines Cut-offs für die HUS-Diagnostik helfen.

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