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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-75530
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2015/7553/


Veränderung des Epidermal Growth Factor Receptors (EGFR) bei Sarkomen

Change in the Epidermal Growth Factor Receptor (EGFR) in Sarcomas

Hochreiter, Marcel

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SWD-Schlagwörter: Epidermal Growth Factor Receptor , EGFR , Sarkom
Basisklassifikation: 44.81
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Sauter, Guido (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.05.2009
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 26.10.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Tyrosinkinasen sind die heute am besten etablierten spezifischen Therapiezielproteine bei malignen Tumoren. Die derzeit wirksamsten tyrosinrezeptorspezifischen Krebsmedikamente sind Iressa® (Zielgen: EGFR), Herceptin® (Zielgen: HER2) oder Glivec® (Zielgen: KIT / PDGFR).
Anti–EGFR–Medikamente scheinen insbesondere bei Tumoren mit DNA- Veränderungen des EGFR–Gens (Amplifikation / Mutation) wirksam zu sein.
Über die Häufigkeit einer EGFR (HER1) Amplifikation und Mutation in menschlichen Weichteiltumoren ist bisher wenig bekannt.
Um EGFR-Veränderungen bei Sarkomen zu untersuchen wurde zunächst ein 504 Weichteiltumore umfassender Sarkom Tissue Microarray angefertigt. An diesen Tumoren wurde die EGFR-Amplifikation mittels Fluoreszenz–in–situ-Hybridisierung und die EGFR-Expression mittels Immunhistochemie ermittelt. Anschließend wurden die amplifizierten Tumore einer Exon 18-21 Mutationsanalyse unterzogen.
Amplifikationen des EGF–Rezeptors erwiesen sich in Weichteilsarkomen als sehr selten. In der Gruppe der malignen peripheren Nervenscheidentumore (n= 44) konnten vier Amplifikationen bei drei Patienten nachgewiesen werden. Alle amplifizierten Tumore zeigten eine starke EGFR–Expression. Die Häufigkeit der EGFR–Amplifikation war nicht ganz unerwartet, da die Nervenscheidenzellen ebenso wie die Astrozyten von Ursprungszellen der häufig amplifizierten Glioblastome abstammen.
In der Gruppe der Leiomyosarkome konnte eine Amplifikation gefunden werden, wobei der Tumor keine EGFR – Expression aufwies. Die restlichen untersuchten Sarkome zeigten keine Amplifikation.
Die mittels PCR durchgeführten Mutationsanalysen der amplifizierten Tumore konnte keine Exon 18-21 Mutation zeigen. Acht Tumore des Kollektivs zeigten eine Polyploidie (zwei Lipo- und Leiomyosarkome und je ein Granularzelltumor, maligner peripherer Nervenscheidentumor, Gastrointestinaler Stromatumor und Angiosarkom), die aber nur beim malignen peripheren Nervenscheidentumor eine starke EGFR-Expression zeigte. Unsere Untersuchungsergebnisse sprechen dafür, dass bei Tumoren, bei denen die Diagnose eines malignen peripheren Nervenscheidentumors erhoben wird, auch eine EGFR–Amplifikationsanalyse durchzuführen. Das Folgen einer Amplifikation würde offensichtlich die Diagnose eines malignen peripheren Nervenscheidentumors unterstützen. Gleichzeitig könnte sie Anhaltspunkte auf eine weitere, bei diesen Tumoren bisher nicht bekannte, Therapieoption ergeben. Klinische Studien zur Untersuchung der Wirksamkeit von Anti–EGFR-Medikamenten bei malignen peripheren Nervenscheidentumoren sind dringend indiziert.

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