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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-75556
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2015/7555/


Postmortale Analyse von Herzschrittmachern und implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren zur Bestimmung von finalem Herzrhythmus und Todeszeitpunkt

Seeger, Christian

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SWD-Schlagwörter: ICD , Herzschrittmacher , Analyse
Basisklassifikation: 44.72 , 44.85
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Aydin, Ali (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.09.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 01.10.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Wir untersuchten den Wert einer standardisierten postmortalen Abfrage von Herzschrittmachern und implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren bezüglich der Bestimmbarkeit von Todeszeitpunkt und finalem Herzrhythmus.
Hierzu initiierten wir eine prospektive, interdisziplinäre Untersuchung in einer Kooperation von Universitärem Herzzentrum Hamburg und dem Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.
Insgesamt untersuchten wir 208 Aggregate, davon 163 Herzschrittmacher (78,4%) und 45 ICDs (21,6%).
Wir konnten bei 44,4% aller ICD und 10,4% aller Herzschrittmacher unseres Kollektivs den Todeszeitpunkt sowie den finalen Herzrhythmus bestimmen. Bezogen auf das Gesamtkollektiv konnte die postmortale Abfrage der Aggregate in 17,8% aller Fälle wertvolle Hinweise zu Todeszeitpunkt und finalem Rhythmus liefern und stellt somit einen wichtigen Baustein der forensischen Medizin dar.
Als finalen Rhythmus konnten wir in 17,8% aller Fälle eine letale Herzrhythmusstörung feststellen. Bezogen auf Aggregate, bei denen ein Holter verfügbar war, sind dies 29,4%. Hiervon entfielen 75,5% auf anhaltende ventrikuläre Tachykardien, 21,6% waren Kammerflimmern und 2,7% wurden als pulslose elektrische Aktivität registriert.
Bisherige Untersuchungen konzentrierten sich hauptsächlich auf Herzschrittmacher. In unserer Studie war der Anteil an ICD erstmalig vergleichsweise hoch.
Aufgrund der vorliegenden Daten sollte eine postmortale Abfrage, insbesondere von implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren, in die klinische Routine übernommen werden.

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