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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-76754
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7675/


Erwerb von Kompetenzen der raschen klinischen Entscheidungsfindung durch Mitarbeit im Bereitschaftsdienst während des Praktischen Jahres (PJ)

Gutowski, Jan-Philipp

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Medizinstudium , Nachtarbeit , Bereitschaftsdienst , Innere Medizin , Spezialisierung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Klinische Kompetenz , Subspezialisierung , Mini-CEX , Patient Encouter Cards
Basisklassifikation: 44.04
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Harendza, Sigrid (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.12.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 08.01.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Während der vier Monate des PJs in der Inneren Medizin sind die Studierenden in den Stationsalltag integriert. Es ist allerdings wenig darüber bekannt, mit welchen Lerninhalten sich die Studierenden in dieser Zeit genau beschäftigen und welche Krankheitsbilder in dieser Zeit gesehen werden. Zudem stellt sich die Frage, inwiefern die zunehmende Subspezialisierung in der Inneren Medizin einen Einfluss darauf hat. Auch über das Einbinden von Studierenden in Nacht- und Bereitschaftsdienste während dieser Zeit gibt es nur wenige Untersuchungen. Daher wurde in diesem Projekt untersucht, ob sich die Krankheitsbilder in einem Bereit-schaftsdienst von denen im Stationsalltag unterscheiden und ob sich eine Teilnahme am Bereitschaftsdienst positiv auf die Lernerfahrung im PJ auswirkt.
An dieser Studie haben insgesamt 25 PJ-Studierende im Tertial Innere Medizin am Universi-tätsklinikum Hamburg-Eppendorf teilgenommen. Die Kontrollkohorte (n=9) nahm am bisheri-gen PJ-Curriculum teil, in der Interventionskohorte (n=16) war neben dem üblichen Curriculum eine Teilnahme an Bereitschaftsdiensten vorgesehen. Sowohl während des Stationsalltages als auch während der Bereitschaftsdienste dokumentierten die Studierenden ihre Patientenkontakte mittels sogenannter Patient Encounter Cards (PECs). Auf diesen wurden unter anderem das Leitsymptom, die Verdachtsdiagnose, die Nebendiagnosen, sowie der Diagnos-tik- und Therapieplan festgehalten. Außerdem füllten alle Studierenden zu Beginn und am Ende des Tertials einen Selbsteinschätzungsbogen zu klinischen und kommunikativen Fertigkeiten aus und durchliefen eine formative Mini-Clinical Evaluation Exercise (Mini-CEX).
Insgesamt wurden 496 PECs ausgewertet. Die größte Vielfalt der Leitsymptome und Verdachtsdiagnosen, bei denen die Summe der drei jeweils häufigsten einen geringen Anteil von 23% bzw. 25% aufwies, zeigte sich im Bereitschaftsdienst. Im Vergleich dazu lagen die Werte in der Onkologie bei 82% und 63%. Das einzige Fachgebiet mit ähnlichen Werten, die auf eine größere Vielfalt hinweisen, war die Nephrologie (37%/32%). Ein ähnliches Bild ergab sich im Bereich der Standarddiagnostik und –therapie. In den Selbsteinschätzungsfragebögen und den Mini-CEX gab es zwischen den Kohorten keinen signifikanten Unterschied. Die Selbsteinschätzungswerte waren tendenziell in der Kontrollkohorte höher, in den Mini-CEX schnitt die Interventionskohorte etwas besser ab.
Das PJ in der Inneren Medizin in einem Universitätsklinikum mit spezialisierten Stationen bietet nur ein sehr begrenztes Patientenspektrum. Dem könnte durch die Einführung eines Bereitschaftsdienstes in das PJ-Curriculum entgegengewirkt werden.

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