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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-77101
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7710/


A web-based Interactive Health Communication Application System for Patients with Type 2 Diabetes : Development and Randomized Controlled Trial.

Ein web-basiertes interaktives Informationsangebot für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 : Entwicklung und randomisierte kontrollierte Evaluation

Weymann, Nina

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Diabetes mellitus , Gesundheitstelematik , Empowerment
Freie Schlagwörter (Deutsch): Patientenorientierung , Partizipative Entscheidungsfindung , E-health
Freie Schlagwörter (Englisch): type 2 diabetes , e-health , shared decision-making , patient-centeredness
Basisklassifikation: 77.71
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Härter, Martin (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.12.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 18.02.2016
Kurzfassung auf Englisch: Type 2 diabetes (T2D) is an increasingly common chronic condition. Patient empowerment is a cornerstone in its treatment that can be fostered by web-based Interactive Health Communication Applications (IHCAs) combining health information with decision support, social support and/or behavior change support. They offer the opportunity to reach great numbers of patients at low cost and provide them with high-quality information and support at the time, place and learning speed they prefer.

This cumulative dissertation describes two preliminary studies, the development, and evaluation of an IHCA presenting diabetes information, behavior change and decision support in a dialogue-based, tailored format. In a randomized controlled trial the IHCA was tested against a standard website (SW) presenting the same information in a content tree without dialogue or tailoring. The primary hypothesis was that the IHCA has larger effects on diabetes knowledge and patient empowerment than the SW. The secondary hypothesis was that users facing a health decision experience less decisional conflict and feel better
prepared for the consultation after using the IHCA rather than the SW. All measurements were conducted by online self-report questionnaires. Intention-to-treat (ITT) and available cases (AC) analyses were performed for all outcomes.

N = 179 users with T2D agreed to participate in the study. Usage was significantly higher in the IHCA (M = 51.2 minutes) than in the SW (M = 37.6 minutes; p < 0.001). Three months after system use, 52.4% of the sample was retained. There was no significant Intervention effect in the ITT analysis. In the AC analysis, participants using the tailored system displayed significantly more knowledge at t1 (p = 0.02) and more emotional wellbeing (subscale of empowerment) at t2 (p = 0.009). The estimated mean difference between the groups was 3.9 [95%CI: 0.5-7.3] points for knowledge and 25.4 [95%CI: 6.3-44.5] points for emotional
wellbeing on a 0 to 100 points scale.

The primary analysis did not support the study hypothesis. However, content tailoring and interactivity may increase knowledge and reduce health-related negative effects in persons who use IHCAs. There were no main effects of the intervention on other dimensions of patient empowerment or decision-related outcomes. This might be due to our tailored IHCA being, at its core, an educational intervention offering health information. The focus on decision-making might not be sufficient to affect decision-related outcomes.
Kurzfassung auf Deutsch: Diabetes mellitus Typ 2 (T2D) ist eine chronische Erkrankung mit steigender Prävalenz. Empowerment ist zentraler Bestandteil der Diabetesbehandlung und kann durch web-basierte
interaktive Angebote (Interactive Health Communication Applications, IHCAs) gefördert werden. IHCAs kombinieren Gesundheitsinformationen mit Entscheidungsunterstützung, sozialer Unterstützung und / oder Unterstützung bei Verhaltensänderungen. Sie ermöglichen es, viele
Patienten zu erreichen und ihnen zu geringen Kosten hochwertige Information und Unterstützung zu bieten – an dem Ort, zu der Zeit und in dem Tempo, die sie bevorzugen.

Die vorliegende kumulative Dissertation beschreibt zwei Vorstudien, die Entwicklung und Evaluation eines IHCA, das Diabetesinformation mit Unterstützung zur Verhaltensänderung und zum Treffen medizinischer Entscheidungen kombiniert und in einem dialogähnlichen, auf den
individuellen Nutzer zugeschnittenen Format präsentiert. In einer randomisierten kontrollierten Studie wurde das IHCA mit einer Standardwebsite (SW) verglichen, die die gleichen Inhalte in
einem Inhaltsbaum ohne Dialogform oder Individualisierung präsentiert. Die primäre Hypothese war, dass die IHCA größere Effekte in Bezug auf Diabeteswissen und Empowerment hat als die Standardwebsite. Die sekundäre Hypothese war, dass vor einer medizinischen Entscheidung
stehende Nutzer, die das IHCA benutzt haben, weniger Entscheidungskonflikte erleben und sich besser auf die Entscheidung vorbereitet fühlen als jene, die die SW genutzt haben. Alle
Erhebungsinstrumente waren Online-Selbstauskünfte. Intention-to-treat (ITT) und available cases (AC) Analysen wurden für alle Outcomes gerechnet.

N = 179 Nutzer mit T2D wurden in die Studie eingeschlossen. Das IHCA wurde signifikant mehr genutzt (M = 51,2 Minuten) als die SW (M = 37,6 Minuten; p < 0.001). Zum 3 Monats-Follow-up wurden noch 52,4% der Stichprobe erreicht. In der ITT Analyse gab es keinen signifikanten
Haupteffekt der Intervention. In der AC Analyse zeigte die IHCA Gruppe signifikant mehr Wissen zu t1 (p = 0,02) und größeres emotionales Wohlbefinden (Subskala von Empowerment) zu t2 (p = 0,009). Der geschätzte Mittelwertsunterschied zwischen den Gruppen betrug 3,9 [95%CI: 0,5-7,3] Punkte für Wissen und 25,4 [95%CI: 6,3-44,5] Punkte für emotionales Wohlbefinden auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten.

Die primäre Analyse bestätigte die Hypothesen nicht. Bei Menschen, die IHCAs nutzen, können Tailoring und Interaktivität aber Wissen verbessern und gesundheitsbezogene negative Affekte reduzieren. Es gab keine Haupteffekte der Intervention bezüglich weiterer Dimensionen von Empowerment oder bezüglich entscheidungsbezogener Maße. Dies mag darauf zurückzuführen sein, dass unser IHCA im Kern eine edukative Intervention war, die mit Entscheidungsunterstützung lediglich ergänzt wurde.

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