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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-77339
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7733/


Das Analkarzinom : Behandlungsergebnisse der Strahlentherapie und Radioonkologie des UKE Hamburg im Zeitraum von 2009-2012 und Beurteilung der posttherapeutischen Lebensqualität

Behner, Julia

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SWD-Schlagwörter: Analkarzinom
Freie Schlagwörter (Deutsch): Lebensqualität
Basisklassifikation: 44.81
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Tribius, Silke (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.01.2016
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 19.02.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Das Analkarzinom stellt mit einer Inzidenz von 2,06/100.000 ein verhältnismäßig seltenes kolorektales Karzinom dar. Trotzdem gewinnt es durch jährlich steigende Zahlen von Neuerkrankten an Bedeutung. Frauen sind nach wie vor häufiger betroffen, obwohl immer öfter auch homosexuelle oder HIV-infizierte Männer erkranken. Der Altersgipfel liegt in der 6. Lebensdekade.
In dieser Arbeit wurden die Behandlungsergebnisse von 93 Patienten, die zwischen 2009 - 2012 im Universitätsklinikum Hamburg aufgrund eines Analkarzinoms kurativ behandelt wurden, retrospektiv ausgewertet. Es wurde untersucht, ob es Unterschiede im krankheitsfreien – und Gesamtüberleben sowie in den Toxizitäten in Abhängigkeit der Bestrahlungstechnik gab. Verglichen wurden hierbei die IMRT/Tomotherapie und die Mehrfeldtechnik. Darüber hinaus wurde die posttherapeutische Lebensqualität der Patienten ermittelt und mit Angaben einer Normstichprobe verglichen (Schwarz und Hinz 2001).
Die 3-Jahres-Überlebensrate betrug im Gesamtüberleben 83%, im krankheitsfreien Überleben 77%. Die Überlebensraten der IMRT/Tomotherapie unterschieden sich mit 86% im Gesamtüberleben und 83% im krankheitsfreien Überleben nicht signifikant von denen der Mehrfeldtechnik (74% bzw. 67%). Behandlungsbedingte Toxizitäten traten in beiden Gruppen in ähnlicher Häufigkeit und Intensität auf. Bei beiden Therapieformen wurden Diarrhöen und Dermatiden Grad 2 am häufigsten, Grad 4 gar nicht beobachtet.
Als prognostischer Faktor für das krankheitsfreie und gesamte Überleben zeigten sich das T-Stadium und die UICC-Einteilung. Die N-Klassifizierung stellte entgegen der Angaben der Literatur in dieser Arbeit keinen prognostischen Faktor dar.
Die Lebensqualität zeigte sich posttherapeutisch im Vergleich zur Normstichprobe deutlich reduziert. Die meisten Beeinträchtigungen in den Symptomskalen gab es durch Diarrhöen, finanzielle Probleme, Mattigkeit, Atemprobleme, Schlafstörungen, verringertes sexuelles Interesse und sexuelle Dysfunktion. Durch diese Symptome wurde das soziale Leben der Patienten so stark negativ beeinflusst, dass sich signifikante Unterschiede in der sozialen -, emotionalen – und Rollenfunktion im Vergleich zur „Normalbevölkerung“ feststellen ließen.
In dieser Studie wurden Ansätze für eine weitere Verbesserung des krankheitsfreien bzw. Gesamtüberlebens und der Verringerung der Toxizitäten aufgezeigt. Zukünftige Studien sollten die bestehenden Therapieerfolge weiterhin optimieren. Ob die HPV-Impfung hierbei eine Rolle einnehmen wird, muss in den kommenden Jahren untersucht werden.

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