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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-77402
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7740/


Qualität postoperativer anästhesiologischer Patientenübergaben an die Intensivstation

Post-surgery patient handover in the ICU

Mai, Victoria

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Checkliste
Freie Schlagwörter (Deutsch): Qualitätsmanagement , Patientensicherheit , Postoperative Patientenversorgung , Patientenübergabe
Freie Schlagwörter (Englisch): postoperative period , patient handover , checklist , critical care , patient safety
Basisklassifikation: 44.66
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Reuter, Daniel (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.12.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 08.03.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Zielsetzung: In dieser Übergabestudie beschäftigten wir uns mit der Auswirkung der Verwendung einer individualisierten Checkliste postoperativer anästhesiologischer Patientenübergaben an die Intensivstation.
Das Ziel der Studie war es, die Qualität und die Dauer dieser zu messen. Es subsummierte die Beschreibung und Analyse der Qualität postoperativer Patientenübergaben in diesem Bereich der klinischen Versorgung. Darüber hinaus gehörte zum Ziel der Studie die Prüfung, ob eine Checkliste die Anzahl nicht übergebener Patienteninformationen verringern konnte und ob die Benutzung einer Checkliste zur Übergabe Einfluss auf die Dauer der Patientenübergabe hatte.
Wir stellten die Hypothese auf, dass die Checkliste zu einer Verbesserung an Quantität wie Qualität bei der Verlegung des postoperativen Patienten an die Intensivstation im Vergleich zur nicht standardisierten Übergabe ohne Checkliste führte. Quantität stand hierbei für mehr Informationen werden übergeben. Qualität schloss ein, ob mehr individuell wichtige Informationen übergeben wurden.

Methode: Diese prospektive, randomisierte Studie wurde im Zentrum für Anästhesiologie und Intensivmedizin des UKE durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte im Zeitraum von März 2013 bis Juli 2013. Die Ethikkommission der Ärztekammer Hamburg und der wissenschaftliche Personalrat des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf gaben ihr Einverständnis zur Durchführung der Studie. Die beteiligten Mitarbeiter aus der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie sowie der Klinik für Intensivmedizin des UKE wurden im Rahmen der Frühbesprechungen auf schriftlichem wie mündlichem Wege über die Studiendurchführung informiert. Es wurden zusätzlich auf den Intensivstationen Informationsaushänge gemacht und jedem ärztlichen Mitarbeiter wurde eine Einwilligungsbestätigung sowie ein Informationsbogen ausgehändigt. Die Teilnahme an der Studie war freiwillig und konnte zu jeder Zeit widerrufen werden.

Ergebnisse: Die Analyse und Auswertung der Studienergebnisse ergaben folgende Resultate.
Erstens, es konnte eine signifikante Steigerung von drei wichtigen Items während der postoperativen Patientenübergabe belegt werden. Hierzu zählten „Alter“,„Bewusstseinszustand“ und „Flüssigkeitshaushalt“ des Patienten. Neben der Quantität an Informationsgewinn stieg die Qualität der postoperativen anästhesiologischen Übergabe an.
Zweitens, die Studie belegte die positive Korrelation zwischen der Verwendung einer individualisierten Checkliste und dem verminderten Vergessen von obligaten Items, respektive der Steigerung von zu übergebenden, essentiellen Informationen. Das Patientenbild für das neue verantwortliche, medizinische Team wurde exakter. Einen simultanen Trend zeigten die Studienergebnisse bei den als optional zu übergebenden Informationen.
Drittens, die Verwendung einer Checkliste für den Übergabeprozess führte zu keiner Verlängerung der Übergabezeiten.

Schlussfolgerung: Die Sicherheit des Patienten besitzt eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung. Methoden, um diese stetig zu perfektionieren, stehen im Zentrum der aktuellen Übergabeforschung und gewinnen all gegenwärtige Aufmerksamkeit. Es ist sinnvoll und notwendig, die entscheidenden Vorteile einer standardisierten Übergabe im Sinne einer Steigerung der Patientensicherheit durch weitere Übergabestudien aufzuzeigen und sie somit als Methode für den postoperativen Übergabeprozess im klinischen Intensivalltag zu etablieren.
Kurzfassung auf Englisch: Purpose: Handover of patient care is a potential safety risk for the patient due to loss of information which may result in adverse outcome. However, handovers are unavoidable since patients are routinely transferred from the operating room (OR) to the intensive care unit (ICU). We hypothesized that a checklist will lead to an increase of quality regarding information transfer compared to a non-standardized handover procedure.

Methods: The study was conducted as a prospective, randomized trial in a university hospital. The quality of handovers with checklist was compared to handovers without checklist. Handovers were recorded by digital voice recorder and analysed independently by two investigators, using an individual rating sheet for each patient. This enabled to discriminate between items that ‘must be handed over’ (red items) and items that ‘should be handed over’ (yellow items).

Results: 121 patient handovers from OR to ICU were included. Significantly more red items were handed over in the study group (SG) compared to the control group (CG): SG: median 87.1%, 25-27 percentile 77.1-90.0%; CG: median 75.0%, 25-75 percentile 66.7-88.6%; p<0.01). The duration of handover did not differ significantly between the two groups: SG: median 208 seconds (25-75 percentile 142-276 seconds); CG: median 174 seconds (25-75 percentile 115-255 seconds); p=0.201.

Conclusions: This study gives first evidence that the use of a standardized checklist for patient handover from OR to ICU increases the quantity and quality of transmitted medical information, by increasing the percentage of items handed over that were declared as important to ensure patient safety.

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