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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-79041
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7904/


Psychophysiological investigation of the mechanisms underlying successful cognitive and emotional aging

Psychophysiologische Untersuchung der Mechanismen, die erfolgreichem kognitiven und emotionalen Altern zugrunde liegen

Karim, Laura Katharina

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SWD-Schlagwörter: Psychologie , Altern , Emotionales Verhalten , Kognitive Psychologie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Emotionsverarbeitung , kognitive Neurowissenschaften
Freie Schlagwörter (Englisch): affective processing , cognitive neuroscience
Basisklassifikation: 77.46 , 77.58 , 77.05 , 77.31
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Brassen, Stefanie (PD Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 04.05.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 02.06.2016
Kurzfassung auf Englisch: As the proportion of older adults continues to grow rapidly in western societies, age-related changes in cognition and emotion need to be well-characterized in order to develop approaches that help to preserve these functions as long as possible. Yet, further work is needed to specify the nature of such changes and their underlying (neural) mechanisms. The present Phd project focused on age-related changes in emotional information processing and impulsive choice using a multimodal approach in which specific behavioural paradigms were designed and investigating with multi-modal psychophysiological methods.
Study I investigated age-related changes in emotional processing during attention and memory encoding. Results emphasize that older in comparison to younger adults increasingly applied top-down control to direct their attention towards positive and away from negative information, which resulted in a positivity effect in both func-tions. Underlining the impact of top-down control in this context, the size of this posi-tivity effect was mediated by the individual preservation of relevant attentional control functions and boosted for material with a higher self-relevance. The data emphasize the role of motivation and cognitive control capacity for emotional selectivity and as potential resilience factor for emotional health in aging.
The second part of the thesis focused on neurobehavioral effects of aging and cogni-tive modulators on impulsive decision-making. In Study II, a modified delay-discounting paradigm that manipulates episodic prospection was successfully devel-oped and validated in a young, healthy sample using fMRI. Findings replicate and extend previous assumptions on reduced discounting behaviour due to future-thinking and further specify the neural correlates underlying this effect. Applying this design in healthy older adults in Study III revealed reduced beneficial effects of epi-sodic prospection on temporal discounting. However, behavioural and neural findings indicate that such beneficial effects seemed to be significantly mediated by the de-gree to which attentional control was individually preserved. Specifically, the data highlight that higher levels of attentional control may help to override impulsive choices by facilitating the neuro-behavioural integration of episodic information with value processing.
Taken together, results from the present Phd project strongly emphasize the hetero-geneity of age-effects on cognitive and emotional processing as well as the im-portance to consider individual levels of fundamental cognitive functions, such as at-tentional control, in future studies. In addition, the present work highlights attentional control a potential target for interventional approaches in geriatrics.
Kurzfassung auf Deutsch: Angesichts des wachsenden Anteils älterer Menschen in westlichen Gesellschaften ist es wichtig, altersbedingte Veränderungen in emotionaler und kognitiver Verarbei-tung näher zu charakterisieren, um älteren Menschen eine längere aktive Teilhabe im gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Das vorliegende Promotionsprojekt konzentrierte sich auf die Untersuchung von Alterseffekten in emotionaler Informati-onsverarbeitung und impulsivem Entscheidungsverhalten. Dazu wurden spezifische Verhaltensparadigmen konzipiert und mit multimodalen psychophysiologischen Me-thoden, wie fMRI und Eye-tracking, verknüpft.
Studie I beschäftigte sich mit altersbedingten Veränderungen in der Aufmerksamkeit und der Enkodierung emotionaler Informationen. Die gewonnenen Ergebnisse zei-gen, dass ältere im Vergleich zu jüngeren Erwachsenen vermehrt (top-down) Kontrol-le ausüben, um ihre Aufmerksamkeit stärker auf positive Informationen auszurichten und von negativen Informationen abzuziehen. Dabei war das Ausmaß dieses Positi-vitätseffekts abhängig vom individuellen Erhalt genereller Aufmerksamkeitskontrolle sowie von der Selbstrelevanz des gezeigten Materials. Die Daten unterstreichen die Rolle von Motivation und kognitiver Kontrolle in emotionaler Selektivität und als mög-liche Resilienzfaktoren für emotionale Gesundheit im Alter.
Im zweiten Teil der Arbeit wurden neuronale und kognitive Mechanismen, die impul-sivem Entscheidungsverhalten (Belohnungsaufschub) im jungen und höheren Alter zugrunde liegen, näher untersucht. Dazu wurde ein Paradigma konzipiert, welches das Ausmaß von Zukunftsdenken (episodischer Vorstellung) bei der Evaluierung zu-künftiger Belohnungsoptionen systematisch manipuliert.
In Studie II wurde das Paradigma zunächst in einer Gruppe junger Erwachsener ge-testet. Die dabei gewonnen Ergebnisse replizieren frühere Befunde und unterstrei-chen, dass vermehrtes Zukunftsdenken impulsive Entscheidungsmuster entschei-dend abschwächen kann. Außerdem erweitern sie bestehende Befunde um spezifi-sche neuronale Mechanismen, die diesem Effekt zugrunde liegen.
In Studie III wurde das erfolgreich validierte Paradigma schließlich in einer Gruppe gesunder älterer Erwachsener angewendet. Es zeigte sich, dass vermehrtes Zu-kunftsdenken zunächst nicht den gleichen abschwächenden Effekt auf impulsives Entscheidungsverhalten hat und dass ein solcher Effekt im Alter entscheidend dadurch bedingt wird, wie gut Aufmerksamkeitskontrolle erhalten ist. Ein hohes Maß an Aufmerksamkeitskontrolle scheint dabei das gleichzeitige, integrative Verarbeiten von episodischen und Belohnungsinformation entscheidend zu begünstigen.
Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit betonen die Heterogenität von Alterseffekten auf die emotionale und kognitive Verarbeitung sowie die Wichtigkeit, den individuel-len Erhalt fundamentaler Funktionen, wie Aufmerksamkeitskontrolle, bei der Untersu-chung solcher Effekte zu berücksichtigen. Weiterhin hebt die Arbeit Aufmerksam-keitskontrolle als mögliches Ziel für strategische Interventionen im geriatrischen Be-reich hervor.

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