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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-79372
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7937/


Lokale Verortungen und (trans)nationale Verflechtungen im Journalismus. Theoretische Perspektiven und Impulse des Kosmopolitismuskonzepts sowie empirische Analysen am Beispiel der Reiseberichterstattung in der ZEIT und der F.A.Z.

Schoon, Wiebke

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Journalismus , Reisejournalismus , Globalisierung , Europäisierung , Tourismusforschung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Kosmopolitismus , Kosmopolitisierung , Journalismusforschung
Freie Schlagwörter (Englisch): cosmopolitanism , travel journalism , europeanization , globalization , tourism studies
Basisklassifikation: 05.30 , 05.20 , 05.02 , 05.33 , 05.00
Institut: Sozialwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Nachrichtenmedien, Journalismus, Verlagswesen
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Neverla, Irene (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.12.2015
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 07.07.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Die Dissertation leistet einen Beitrag zur theoretischen Fundierung und Perspektiverweiterung der globalisierungssensiblen und europabezogenen Journalismusforschung. Dies erfolgt über die Aufarbeitung und die Integration des kultur- und sozialwissenschaftlichen Kosmopolitismuskonzepts. Im Zuge der Arbeit wird ein Analyserahmen aufgespannt, innerhalb dessen journalistische Repräsentationen lokaler Verortungen und (trans)nationaler Verflechtungen theoretisch reflektiert, empirisch untersucht und der normativen Kritik zugänglich werden. Innerhalb dieses Rahmens können auch Leistungen und Potenziale journalistischer Angebote jenseits des politischen Nachrichtenjournalismus theoriegeleitet erfasst werden.

Der Ausgangspunkt der Arbeit ist die kommunikations- und journalismuswissenschaftliche Europaforschung. Um ergänzende und alternative Perspektiven für dieses Forschungsfeld zu erschließen, werden Impulse aus der interdisziplinären kultur- und der sozialwissenschaftlichen Forschung zur Europäisierung aufgenommen. Ausgehend von ULRICH BECKS Publikationen zum Neuen Kosmopolitismus wird darauf aufbauend das sozial- und kulturwissenschaftliche Kosmopolitismuskonzept expliziert. Im Zuge einer daran anschließenden kritischen Auseinandersetzung wird das Werk BECKS eingebettet in das Feld der kulturorientierten kosmopolitischen Soziologie. Herausgearbeitet werden im Zuge dessen die sozialtheoretischen Bezüge des Kosmopolitismuskonzepts sowie eine vertiefte Reflexion der normativ-kritischen Komponente. Es werden bestehende Auseinandersetzungen innerhalb der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung mit dem Kosmopolitismuskonzept skizziert und das weiterführende Forschungspotenzial für die Journalismusforschung erschlossen.

Diese breit angelegte theoretische Perspektive wird sodann bezogen auf den Tourismus und den Reisejournalismus. Reisejournalistisches Text- und Bildmaterial wird beschrieben als exemplarisches Feld zur Illustration der im Kontext des Kosmopolitismuskonzepts generierten Perspektiven und Impulse. Schließlich werden Aspekte des entwickelten Analyserahmens und der daraus entwickelten übergeordneten Forschungsperspektiven und -fragen in ein pragmatisches Forschungsdesign überführt und am Beispiel reisejournalistischer Inhalte der ZEIT und der F.A.Z. operationalisiert. Der weitreichende theoretische Entwurf, der im Zentrum der Arbeit steht, wird damit ergänzt durch Vorschläge zur empirischen Umsetzung und eine explorative Datenauswertung.

Der empirische Blick wird verengt auf folgende Fragen: Über welche Regionen wird berichtet? Welche territorialen Zuordnungen sind relevant? Welche Rolle spielt eine kritisch kontextualisierende Reflexion des Tourismus, der Medienrealität sowie der Bedingungen des Reisejournalismus? Inwieweit werden globale Interdependenzrisiken in reisejournalistischen Inhalten thematisiert? Welche expliziten Bezüge zur EU und zu Europa kommen vor und wie werden diese kontextualisiert? Wie werden die für die Globalisierung charakteristischen Verflechtungen in der journalistischen Reiseberichterstattung dargestellt? Wie werden nationale Bezüge dargestellt? Wie wird auf grenzkonstituierende und grenzöffnende Prozesse Bezug genommen? Welche Unterschiede gibt es bezüglich der Darstellungen unterschiedlicher Weltregionen und im Zeitverlauf? Mit Blick auf den Prozess der Europäisierung stellt sich die übergeordnete Frage, welche Unterschiede im Zeitverlauf und insbesondere bezogen auf die Darstellung europäischer Subregionen auszumachen sind. Im Zuge der Analyse wird ein Schema zur Systematisierung journalistischer Inhalte, die den eindimensionalen nationalen Bezug übersteigen, entworfen und auf reisejournalistische Repräsentationen inter- und transnationaler und -kultureller Verflechtungen angewendet.

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