FAQ
© 2016 Staats- und Universitätsbibliothek
Hamburg, Carl von Ossietzky

Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten

Eingang zum Volltext in OPUS

Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-79434
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7943/


Therapieziele, Lebensqualität und Patientenzufriedenheit bei chronischer spontaner Urtikaria

Braun, Vladimir

pdf-Format:
 Dokument 1.pdf (2.069 KB) 


Basisklassifikation: 44.93 , 44.19 , 44.52
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Augustin, Mathias (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.05.2016
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 12.07.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: Die chronische spontane Urtikaria ist eine relativ häufige Erkrankung, die oft mit einem hohen Leidensdruck einhergeht. Bislang gibt es nur wenige wissenschaftliche Daten zur Versorgungsqualität und zur patientendefinierten Nutzenbewertung der chronischen spontanen Urtikaria.
Zielsetzung: Das Ziel der vorliegenden Arbeit war die Erfassung der krankheitsspezifischen und gesundheitsbezogenen Lebensqualität, die Darstellung der Therapie und des Therapieerfolges und die Ermittlung eines patientenseitigen Therapienutzens.
Methodik: Die Datenerhebung von 105 Patienten erfolgte im Rahmen einer nicht interventionellen Kohortenstudie im Querschnitt am CVderm des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Lebensqualität wurde mithilfe von DLQI, CU-Q2oL und EQ-5D erfasst. Die Angaben zu WTP bezogen sich auf einmalige und monatliche Summen. Die Erhebung des patientenseitigen Therapienutzens erfolgte mit dem PBI. Soziodemographische Daten, Anamnese, Komorbidität und der Therapieteil wurden mit zusätzlichen Fragebögen abgefragt.
Ergebnisse und Schlussfolgerung: 105 Patienten wurden in die Studie eingeschlossen, wobei der Anteil der weiblichen Teilnehmer überwiegend war. Die Schwere der Beeinträchtigung der Lebensqualität war anhand der vorliegenden Daten unabhängig vom Alter oder Geschlecht. Mit der Erfassung der krankheitsspezifischen und generischen Lebensqualität konnte gezeigt werden, dass sich die Lebensqualitätsbeeinträchtigung durch chronische spontane Urtikaria durchaus mit der Lebensqualitätseinschränkung anderer chronischer dermatologischer Erkrankungen, die in anderen Studien betrachtet wurden, vergleichen lässt. Laut Ergebnissen zur Therapieversorgung fanden die Antihistaminika der 2. Generation am häufigsten ihre Verwendung. Dies entspricht den aktuellen Empfehlungen der Urtikaria-Leitlinien. Zur Beurteilung des patientenseitigen Nutzens wurde in dieser Studie der PBI als ein standardisiertes Instrument eingesetzt. Er wurde von den Befragten gut angenommen und akzeptiert. Ein überwiegender Anteil der Patienten empfand einen erheblichen Nutzen in ihrer aktuellen Therapie.
Insgesamt konnte mit der vorliegenden Arbeit eine Erkenntnis erbracht werden, dass die chronische spontane Urtikaria ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild ist, welches große Herausforderungen in der Diagnostik und Therapie an den behandelnden Arzt stellt. Um die Lebensqualität und die Zufriedenheit mit der Behandlung bei Patienten zu verbessern ist eine Optimierung der Versorgungsqualität erforderlich. Hierzu gehört unter anderem das Beachten und Befolgen der aktuellen internationalen medizinischen Leitlinien.

Zugriffsstatistik

keine Statistikdaten vorhanden
Legende