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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-79618
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7961/


Die Rolle der IL-17 / IL-23 Achse und des adaptiven Immunsystems bei hypertensiven Endorganschäden der Maus

Niemann, Gianina

Originalveröffentlichung: (2015) Deficiency of the interleukin 17/23 axis accelerates renal injury in mice with deoxycorticosterone acetate+angiotensin II-induced hypertension, Krebs C et al., HYPERTENSION. 2014;63(3):565-71
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Freie Schlagwörter (Deutsch): IL-17 , Immunsystem , Hypertonie , Nierenschäden , T-Zellen
Basisklassifikation: 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wenzel, Ulrich (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 03.06.2016
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 15.07.2016
Kurzfassung auf Deutsch: T-Zellen spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Hypertonie unter Angiotensin II Infusion. Jedoch sind die speziellen Untergruppen der T-Zellen, die für die Entstehung von hypertensiven Endorganschaden wichtig sind unbekannt. Th17 Zellen sind eine kürzlich entdeckte Untergruppe, die IL-17 produziert und IL-23 für ihre Expansion benötigt. Um die Rolle der Th17 Immunreaktion bei hypertensiven renalen und kardialen Endorganschäden zu untersuchen, wurde in Wildtyp Mäusen (n=39) und IL-17 defizienten Mäusen (n=31) Bluthochdruck mit Deoxycorticosterone Acetat (DOCA) + Angiotensin II (Ang II) induziert.
Die Organschäden wurden am Tag 4 und am Tag 14 beurteilt. Um die IL-17/IL-23 Achse an einer anderen Stelle zu hemmen, induzierten wir ebenfalls Hypertonie mit dem DOCA + Angiotensin II Modell in IL-23p19 defizienten Mäusen. In hypertensiven Wildtyp Mäusen reicherten sich Th17 Zellen in der Niere an. Der systolische Blutdruck unterschied sich nicht in den hypertensiven IL-17 defizienten Mäusen und den hypertensiven Wildtyp Mäusen. Am Tag 3 nach Induktion der Hypertonie wurde eine signifikant erhöhte Albuminurie in den IL-17 defizienten Mäusen im Vergleich zu den hypertensiven Wildtyp Mäusen. Nach 14 Tagen zeigte die Histologie einen stärkeren glomerulären Schaden und mehr renale Infiltration von γδ T-Zellen in den IL-17 Knockout Mäusen als in den Wildtyp Mäusen. Ebenso entwickelten die IL-23p19 defizienten Mäuse unter DOCA + Angiotensin II eine signifikant erhöhte Albuminurie und stärkeren glomerulären Schaden verglichen mit den Wildtyp Mäusen. DOCA + Angiotensin II induziert auch kardiale Schäden, die durch das Herzgewicht, die kardiale Fibrose und die Expression von fetalen Genen und Matrixkomponenten messbar sind. Allerdings zeigten sich hier keine Unterschiede zwischen den IL-17-/-, IL-23p19-/- und den Wildtyp Mäusen. Die IL-17/IL-23 Defizienz verstärkt die durch DOCA + Angiotensin II induzierte Albuminurie und hypertensive renale Schäden. Es hat keinen Einfluss auf hypertensive kardiale Schäden.
Um anschließend die Rolle des adaptiven Immunsystems bei hypertensiven Endorganschäden zu untersuchen, wandten wir das DOCA + Angiotensin II Modell bei RAG-1-/- Mäusen an. Diesen Mäusen fehlen T- und B-Zellen. Es wurde kein Unterschied in der Albuminurie nach 3,7 und 12 Tagen zwischen den RAG-1 defizienten Mäusen und den Wildtyp Mäusen festgestellt. Auch die Histologie zeigte einen vergleichbaren glomerulären Schaden und keinen signifikanten Unterschied bezüglich der Anzahl an Proteinzylindern. Auch der kardiale Endorganschaden war in beiden Genotypen gleich stark ausgeprägt. Das adaptive Immunsystem spielt somit keine Rolle bei der Entwicklung von hypertensiven renalen und kardialen Endorganschäden in dem untersuchten Modell.

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