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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-79789
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7978/


Beurteilung der Prognose bei Patienten nach einem ersten Myokardinfarkt mittels MRT

Dozel, Jacqueline

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SWD-Schlagwörter: Kernspintomografie , Herzinfarkt
Freie Schlagwörter (Deutsch): Delayed enhancement , Konturierung
Basisklassifikation: 44.85
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Meinertz, Thomas (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.04.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 21.07.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der Studie war die Evaluation eines möglichen Vorhersagewertes der delayed enhancement MRT-Technik auf die Prognose von Patienten nach einem ersten Myokardinfarkt. Die MRT-Untersuchung wurde 9 ± 9 Tage nach dem Myokardinfarkt durchgeführt. Es wurde ein 1,5-T System (Vision; Siemens, Erlangen, Deutschland) mit einer „Phased-Array“- Oberflächenspule und elektrokardiographischer Triggerung verwendet. Für die Konturierung der CINE-MR Bilder und die Erfassung des Ausmaßes des Myokardinfarktes wurde das Verfahren von Säring et al. (2006) verwandt. Hierzu diente das von Säring et al. entwickelte Heart Analysis Tool, kurz HeAT. Die Studienkohorte bestand aus 153 Patienten, von denen 103 nicht in die Auswertung mit einbezogen werden konnten. Die endgültige Kohorte bestand aus 50 Patienten. Die Patienten wurden mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens zu ihrem aktuellen Befinden und im Hinblick auf die zwei Endpunkte Herzinsuffizienz und Tod befragt. Es fanden sich nicht-signifikant größere linksventrikuläre enddiastolische und endsystolische Volumina bei Patienten mit Herzinsuffizienz im Vergleich zu Patienten ohne Herzinsuffizienz (p=0,0649; p=0,0560). Die Infarktmasse in Gramm betrug im Median bei den Herzinsuffizienten 28 g und bei den Nichtherzinsuffizienten 20 g (p=0,1518) und zeigte einen nicht-signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Die Infarktgröße war bei den verstorbenen Patienten im Median um 4 Gramm größer als bei den überlebenden Patienten (p= 1,0000). Die kardiale Magnetresonanztomographie kann mit Hilfe der delayed-enhancement Technik myokardiale Nekrosen und Fibroseareale sicher nachweisen. Dies gilt auch im Vergleich zu anderen Techniken wie z.B. der SPECT für sehr kleine subendokardial gelegene Infarkte. Das Vorhandensein eines delayed-enhancenment-Areals gilt als unabhängiger Prognosefaktor für ein schlechteres Patientenoutcome. Daher kann überlegt werden, ob eine frühe Risikostratifizierung für Patienten mit einem mutmaßlich schlechteren Outcome entscheidend für das Langzeitüberleben ist. Zusammenfassend stellt die Magnetresonanztomographie eine strahlungsfreie Methode zur Detektion von Infarktgewebe dar, welches gemessen an seiner Ausdehnung als prognosebestimmender Faktor herangezogen werden kann.

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