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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-79994
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/7999/


Zusammenhänge zwischen posttraumatischen Störungen und der Nutzung von Hilfsangeboten bei Patienten mit Substanzabhängigkeit

Karsch, Kathrin Anne

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SWD-Schlagwörter: Trauma , Posttraumatisches Stresssyndrom , Sucht , Versorgung , Psychiatrie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Versorgungsforschung , Posttraumatische Belastungsstörung , Missbrauch , Substanzabhängigkeit
Freie Schlagwörter (Englisch): Treatment utilization , posttraumatic stress disorder , abuse , substance dependence
Basisklassifikation: 44.15 , 44.91
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schäfer, Ingo (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.06.2016
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 29.07.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Bei bis zu 40% der Patienten in stationärer Suchtbehandlung findet sich eine komorbide Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Untersuchungen bei unterschiedlichen anderen Patientengruppen zeigen, dass Personen mit PTBS deutlich häufiger klinische Hilfsangebote nutzen. Allerdings liegen zum Einfluss der Schwere einer PTBS und weiterer klinischer Faktoren auf die Inanspruchnahme von Hilfsangeboten bei Suchtkranken mit komorbider PTBS bislang kaum Befunde vor.
Methoden:
Patienten, die konsekutiv eine von 5 Fachkliniken zur stationären Suchtrehabilitation aufsuchten, wurden auf das Vorliegen einer mindestens subsyndromalen PTBS gescreent. Bei betroffenen Patienten (N=539) wurden Daten zur Soziodemographie, zu Vorbehandlungen und mithilfe etablierter psychometrischer Instrumente zu frühen Traumatisierungen (Childhood Trauma Questionnaire; CTQ), der Symptomschwere der PTBS (Posttraumatic Diagnostic Scale; PDS) und zu weiteren klinischen Parametern (Addiction Severity Index; ASI-Lite) erhoben, um Charakteristika zu identifizieren, die mit einer besonders intensiven Nutzung von Versorgungsangeboten assoziiert sein könnten.
Ergebnisse:
Von insgesamt 428 Patienten lagen ausreichend Daten zur Auswertung der Vorbehandlungen vor. Es konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen Alter, Geschlecht, früher Traumatisierung in der Kindheit, der Symptomschwere der akuten PTBS und der Inanspruchnahme des Hilfesystems vor Aufnahme gefunden werden. Einzig die ASI-Subskalen „Psychischer Status“ (p=.007) und „Arbeits- und Unterhaltsituation“ (p=.013) korrelierten signifikant mit einer erhöhten Inanspruchnahme des Hilfesystems.
Diskussion:
In der vorliegenden Untersuchung zeigten sich keine Zusammenhänge zwischen der Schwere der PTBS bzw. der frühen Traumatisierungen und der Inanspruchnahme von Behandlungsangeboten. Dies könnte auch in der Tatsache begründet sein, dass, im Gegensatz zu anderen Untersuchungen, ausschließlich traumatisierte Patientinnen und Patienten eingeschlossen wurden. Der globale psychische Status und die soziale Situation könnten hingegen auch innerhalb der untersuchten Patientengruppe hilfreiche Indikatoren für eine höhere Inanspruchnahme von Hilfsangeboten sein.

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