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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-80047
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8004/


Biphasische Elektrokardioversion : Energiereduktion und erhöhte Erfolgsrate durch die Gabe von intravenös injizierten Magnesium- und Kaliumlösungen

Meyer, Philip Christian

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Basisklassifikation: 44.85
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Willems, Stephan (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.06.2016
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 12.08.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: Die elektrische Kardioversion ist eine etablierte Methode zur Akutbehandlung von Patienten mit symptomatischem Vorhofflimmern. Die Erfolgsraten der Kardioversion werden mit 60-95% beziffert.
Ziel: Diese Studie untersuchte den Einfluss einer vorab intravenös infundierten Magnesium-Kalium-Elektrolytlösung auf die benötigte Energiemenge zur erfolgreichen Kardioversion sowie auf den Gesamterfolg der Kardioversion.
Methodik: Es wurden 170 Patienten mit symptomatischem, persistierendem Vorhofflimmern in eine prospektiv randomisierte Analyse eingeschlossen. Es erfolgte eine 1:1 Randomisierung des Kollektivs auf Studiengruppe I, welche vor der Elektrokardioversion keine Elektrolytlösung erhielt und Studiengruppe II, welche vorab eine definierte Magnesium-Kalium-Elektrolytlösung erhielt. Gemäß eines Stufenschemas der Energieabgabe mit 75J, 100J, 150J wurde bei beiden Gruppen die biphasische Elektrokardioversion durchgeführt. Die Anlage der Kardioversionspatches erfolgte stets in anterior-posteriorer Lage.
Ergebnisse: Nachdem relevante Unterschiede in Bezug auf epidemiologische Einflussfaktoren, kardiale Grunderkrankungen und auch kardiale Begleitmedikationen bei beiden Studiengruppen ausgeschlossen wurden, ergaben sich folgende Ergebnisse:
In Studiengruppe I, welche vorab nicht mit der Mg-K-Lösung behandelt wurde, ergab sich eine durchschnittliche effektive Energieabgabe von 182,5 Joule (±52,2 J). Die Kardioversion war in 86,0% der Fälle erfolgreich.
In Studiengruppe II, welche vorab mit der Mg-K-Lösung behandelt wurde, ergab sich eine durchschnittliche effektive Energieabgabe von 140,8 Joule (±26,9J). Die Kardioversion war in 96,4% der Fälle erfolgreich.
Es zeigte sich eine signifikant geringere Energieabgabe in Studiengruppe II gegenüber Studiengruppe I (140,8 ± 26,9J vs. 182,5 ± 52,2J vs.; p≤0,02).
Der Kardioversionserfolg war in Studiengruppe II signifikant höher als in Studiengruppe I (96,4% vs. 86,0%; p≤0,005).
Schlussfolgerung: Die Verwendung der definierten intravenös verabreichten Magnesium-Kalium-Elektrolytlösung vor biphasischer Elektrokardioversion erhöht den Erfolg der Kardioversion bei weitaus geringeren benötigten Energiedosen.

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