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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-80483
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8048/


JudoKids : Verbesserung der körperlichen und psychischen Gesundheit von übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen durch Judo – eine Längsschnittstudie

Judo Kids : improve physical and mental health of overweight and obese children and adolescents by Judo - a longitudinal study

Pohl, Elzbieta

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SWD-Schlagwörter: Übergewicht , Fettsucht , Körperliche Aktivität , Depressivität , Selbstbild , Lebensqualität
Freie Schlagwörter (Deutsch): psychische Auffälligkeiten
Basisklassifikation: 44.70
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schulz Karl-Heinz (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.07.2016
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 07.09.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: Bewegungsmangel und Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen nehmen stetig zu und haben einen negativen Einfluss auf die körperliche, motorische, emotionale und kognitive Entwicklung. Das Ziel der vorliegenden Studie besteht darin, die Veränderungen der körperlichen Fitness sowie des psychischen Wohlbefindens bei Teilnahme an einem bewegungs-therapeutischen Interventionsprogramm (ein Jahr lang wöchentliches Judotraining) bei übergewichtigen bzw. (prä-)adipösen Kindern und Jugendlichen zu erfassen.
Methode: N=26 übergewichtige und adipöse Kinder nahmen über einen Zeitraum von einem Jahr an einem Judotraining und an einer Ernährungsberatung teil. Im Durchschnitt wurden 28 Judotrainings absolviert und vier Termine für die Ernährungsberatung. Es wurden sportmedizinische (Gewicht, Körperzusammensetzung mittels BIA-Messung, S3Stabilitäscheck und Beinkraftmessung) und psychologische (Verhaltensauffälligkeiten, Depressivität, Lebensqualität und Selbstkonzept) Variablen erfasst. Die Erhebung fand sowohl zur Baseline sowie nach sechs Monaten und nach Ende der Interventionsphase statt.
Ergebnisse: Im Verlauf der Interventionsphase zeigten sich signifikante Verbesserungen in der Sensomotorik (RL p<.001, VR p<.001), der Stabilität (RL p<.001, VR p<.001), der Trockenmasse (p=.001), der Beinkraft (L p=.022, R p=.019), den allgemeinen Verhaltensauffälligkeiten (p<.001) sowie in den Subskalen Verhaltensprobleme (p<.001) und Probleme mit Gleichaltrigen (p<.001). In der Tendenz war zudem eine Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität messbar (p=.055). Es zeigte sich, dass sich die Kinder, die aus der Studie ausgeschieden sind signifikant von den Kinder, die das Judotraining beendet haben hinsichtlich des BMI (p=.018) sowie der Skala Verhaltensauffälligkeiten mit Gleichaltrigen aus dem SDQ (p=.004) unterscheiden.
Schlussfolgerung: Nach dem Training zeigten die teilnehmenden Kinder eine Verbesserung in sportmedizinischen und psychologischen Variablen. Judo stellt eine gute Möglichkeit dar übergewichtige Kinder und Jugendliche an die Ausübung einer Sportart heranzuführen und beim Aufbau eines körperlich-aktiven Lebensstils zu unterstützen. Vor allem durch das hohe Risiko physischer und psychischer Folgen durch Übergewicht und Adipositas ist die Thematik von hoher gesellschaftspolitischer Relevanz.
Kurzfassung auf Englisch: Objectives: There is an increase of inactivity and overweight in children and adolescents which has a negative impact on their physical, motoric, emotional und cognitive development. This study examines the changes in physical fitness and psychological well-being after participation in an intervention program offering a weekly professionally guided judo practice especially for overweight and obese children and adolescents.Methods: 26 overweight and obese children and adolescents (age 7-14) completed on average 28 sessions of judo training over a course of 12 month. Subjects completed a physical examination (stability, body composition, leg strength) and psychological well-being (health-related quality of life, behavioral problems, depressiveness, self-concept) was assessed via questionnaires prior to entering the study, after six month and after completion of the training. Results: We found significant changes in sensomotoric reactivity (right/left p<.001, front/back p<.001), postural stability (right/left p<.001, front/back p<.001), fat free mass (p=.001), leg strength (left p=.022, right p=.019), behavioral problems (p<.001), conduct problems (p<.001) and peer problems (p<.001) and a trend in health-related quality of life (p=.055). Children and participants that dropped out during the intervention showed a significantly higher BMI (p=.018) and higher scores in the subscale peer problems (p=.004). Conclusion: This study indicates that judo practice could have an influence on physical and psychological variables in overweight and obese children and adolescents. Judo provides a way to introduce regular physical activity among overweight and obese children and adolescents and support a more active lifestyle.

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