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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-80815
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8081/


MPO – T-Lymphozyten – Interaktion im Rahmen der Angiotensin-II-induzierten Hypertension

MPO - T-lymphocytes - Interaction in Angiotensin-II-induced hypertension

Oser, Philipp

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Basisklassifikation: 42.17
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Ehmke, Heimo (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.09.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 16.09.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Die arterielle Hypertonie ist sowohl in Bezug auf ihre Prävalenz als auch auf ihre Mortalität eine der bedeutendsten Erkrankungen unserer Zeit. Arbeiten der letzten Jahre konnten zeigen, dass verschiedene Anteile des menschlichen Immunsystems Einfluss auf die klinische Manifestation einer Hypertonie nehmen.
Diese Dissertation sollte weitere Erkenntnisse über die beteiligten Systeme sowie ihre Interaktionen untereinander beisteuern und konzentrierte sich dabei einerseits auf die T-Lymphozyten, für die in jüngsten Arbeiten ein direkter Zusammenhang mit der Entwicklung der arteriellen Hypertonie aufgezeigt wurde, sowie andererseits auf die MPO, ein proinflammatorisches Enzym neutrophiler Granulozyten, dessen systemische Relevanz aktuell ebenfalls wachsende Aufmerksamkeit erfährt.
Die zu Grunde liegende Hypothese ging von einer möglichen Interaktion zwischen den T-Lymphozyten und der MPO im Rahmen einer AT-II vermittelten Hypertonie aus, die sich durch eine Abschwächung des Blutdruckanstiegs beim Fehlen von T-Lymphozyten, MPO oder beiden zeigen könnte.
Zu diesem Zweck wurden genetisch veränderte Mäuse mit und ohne MPO anteilig einem T-Lymphozyten-Transfer unterzogen. Im Anschluss erfolgten radio-telemetrische Blutdruck-Messungen unter Ruhe und unter AT-II-Gabe.
Zusammenfassend konnte in der vorliegenden Arbeit keine eindeutige Beteiligung der T-Lymphozyten oder der MPO in der Pathogenese der arteriellen Hypertonie gezeigt werden:
In den Telemetriemessungen konnten weder durch die T-Lymphozyten noch durch die MPO eine phänotypisch-relevante Beeinflussung der Blutdruckentwicklung gezeigt werden.
In der Untersuchung der hypertensiven Gefäßschädigung waren ebenfalls keine signfikanten Unterschiede zwischen den Versuchsgruppen nachweisbar.
Unter Betrachtung der aktuell wachsenden Datenlage erscheint die Involvierung spezifischer Anteile des Immunsystems in der Pathophysiologie der arteriellen Hypertonie nichtsdestotrotz wahrscheinlich. Die in dieser Arbeit generierten Daten verdeutlichen, dass dabei jedoch nicht von einem stringenten Zusammenhang ausgegangen werden sollte, sondern dass die jüngsten, in definierte Mausmodellen gewonnenen Erkenntnisse nicht ohne weiteres generalisierbar sind.
Die immunologische Beteiligung scheint einen vielschichtig modulierenden Charakter zu haben, dessen weitere Erforschung von großer Bedeutung für die Entwicklung neuer Therapie-Ansätze der arteriellen Hypertonie sein könnte. Bis jedoch die aktuell noch undurchsichtige Datenlage klinisch umsetzbare Therapieoptionen hervorbringen wird, ist noch weitreichende Forschung nötig.
Kurzfassung auf Englisch: Arterial hypertension is one of the most important diseases of our time in regard to both prevalence and mortality. Recent studies showed a link between the immune system and the onset of hypertension disease. The aim of this thesis was to provide additional findings about the involved immunological components and their interactions with each other.
Thus on the one hand it focused on the T cells, which are according to recent studies directly correlated with the development of arterial hypertension. On the other hand it focused on the myeloperoxidase (MPO), a pro inflammatory enzyme from neutrophilic granulocytes that is currently of particular interest due to the discovery of its role in system inflammatory processes.
The underlying hypothesis proposed a potential interaction between T cells and myeloperoxidase in the development of arterial hypertension, in this case triggered by AT-II. Thus a reduction of hypertension should be shown through the absence of either T cells or MPO, or both. To investigate these interactions, genetically modified mice with or without MPO were injected with T cells. Subsequently, telemetric measurements of blood pressure were performed in a normal state as well as when arterial hypertension was induced by injecting Angiotensin-II.
In summary, the present work showed no significant contribution neither of T cells, nor of MPO in the pathogenesis of arterial hypertension, since the telemetric measurements did not show any important phenotypical influence on the development of blood pressure. Similarly, histological analyses of the vessels for hypertensive damage did not show any significant difference between the experimental groups.
However, considering the growing scientific knowledge, an involvement of the human immune system in the pathophysiology of arterial hypertension seems to be likely. The results of this work emphasize that the current findings generated in specific mouse models are not to be generalized and that the interactions between arterial hypertension and the immune system seem to be multi-facetted. In light of the numerous possibilities of a new target in the treatment of arterial hypertension, further investigation is crucial to promote the understanding in this research field.

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