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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-81347
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8134/


Prospektive biomechanische Untersuchung der Langzeit-Entnahmemorbidität nach Hebung eines Radialistransplantates

Kreiker, Henri Konstantin

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SWD-Schlagwörter: Transplantat
Freie Schlagwörter (Deutsch): Radialistransplantat , Entnahmemorbidität , Langzeitanalyse
Basisklassifikation: 44.65
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Heiland, Max (Prof. Dr. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.09.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 02.11.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Einleitung: Der Rehabilitation eines am Patienten geschaffenen Defektes durch die Entnahme eines Radialistransplantats ist ebenso wie der Versorgung des zu deckenden Defektes größtmögliche Aufmerksamkeit zu schenken, um ein Maximum an Lebensqualität und Zufriedenheit für den Patienten wiederherzustellen. Um dies zu erreichen, sind objektive Untersuchungen und Messungen genauso wie die Dokumentation und Auswertung von subjektiven Patientenerfahrungen wichtig. Das Ziel, die Entnahmemorbidität auf ein Minimum zu senken, ist ohne diese Kenntnisse nicht möglich, da diese für die Entwicklung und Weiterentwicklung von Operations- und Therapiemethoden von großer Bedeutung sind.
Methodik: Mit der vorliegenden Studie wurden 31 Patienten prospektiv vor und zu zwei Zeitpunkten nach Entnahme eines Radialistransplantats zur Rekonstruktion eines weichgewebigen Defektes im Kopf-Hals-Bereich in Bezug auf das Auftreten funktioneller Defizite untersucht. Neben dem prä-postoperativen Vergleich stand dabei insbesondere die Veränderung etwaiger Funktionseinschränkungen zwischen postoperativer Kurz- und Langzeitanalyse im Fokus. Es wurden objektive und subjektive Parameter erhoben, um den Einfluss auf Alltagsaktivitäten und das subjektive Empfinden des Patienten zu untersuchen. Als primärer Endpunkt diente die Handkraft. Sekundäre Endpunkte waren die Maximalkraft bei feinmotorischen Tätigkeiten, Sensibilitätsstörungen, Bewegungseinschränkungen sowie subjektive Fragebögen (modifizierter DASH-Score, Mayo-Wrist-Score, Ästhetik-Score). Ergebnisse: Aus den Ergebnissen dieser Studie resultiert, dass die in der postoperativen Kurzzeitanalyse zunächst nachweisbaren funktionellen Defizite einer reduzierten Hand- und Fingerkraft und eines limitierten Bewegungsumfanges im weiteren Verlauf teilweise reversibel und nach über zwei Jahren größtenteils nicht mehr nachzuweisen sind. Subjektiv fühlen sich die Patienten durch die Funktionseinschränkungen, die bei Untersuchungszeitpunkt 3 teilweise noch nachweisbar sind, bei alltäglichen Aktivitäten nicht gestört. Auch das ästhetische Ergebnis stellt die Patienten größtenteils zufrieden.
Schlussfolgerung: Insgesamt zeigt die vorliegende Studie zur Langzeit- Entnahmemorbidität nach Radialistransplantation ein eher geringes Ausmaß an zu erwartenden funktionellen Einschränkungen.
Kurzfassung auf Englisch: Much attention is paid in the literature to the reduction of donor site morbidity after raising a radial forearm free flap. The rehabilitation of the defect created by raising a radial forearm free flap in the patient, as well as the defect to be covered by a radial forearm free flap, must have maximum attention to recover a maximum of quality of life and satisfaction for the patient. To achieve this objective tests and measurements are important as well as the documentation and analysis of subjective patient data. Without knowledge of this data it is not possible to develop surgical and therapeutic methods with the aim of reducing donor site morbidity to a minimum.
The methods of this study include objectively verifiable parameters of donor site morbidity measured and comparatively evaluated by the examiner. Additional criteria are inquired about to detect the subjectively perceived donor site morbidity by the patient. As a result, this study shows that measurable function-related parameters as well as the subjective point of view of the patient on the everyday life skills of the operated forearm show not to be significantly restricted. Therefore, the analyses show that the encountered limitations for the patient during the short-term analysis are almost completely reversed by the start of long-term analysis.
This prospective study of long-term donor site morbidity after microsurgical tissue transfer for reconstruction of defects in the head and neck area shows that the raising of the fasciocutaneous radial forearm free flap produces an acceptable low donor site morbidity for the patient.

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