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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-81383
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8138/


Self-Regulation of Rejection Sensitivity by Mental Contrasting

Selbstregulation von Zurückweisungsempfindlichkeit durch Mentales Kontrastieren

Voth, Jenny

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Zurückweisung , Ablehnung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Selbstregulation , Zurückweisungsempfindlichkeit , Zurückweisung , Ablehnung , Mentales Kontrastieren
Freie Schlagwörter (Englisch): self-regulation , rejection sensitivity , rejection , mental contrasting
Basisklassifikation: 77.45
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Oettingen, Gabriele (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.08.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 01.11.2016
Kurzfassung auf Englisch: Previous research conceptualized high rejection sensitivity (RS) as a tendency to anxiously expect, readily perceive, and overreact to rejection, which provokes relationship problems (for a review, see Romero-Canyas & Downey, 2005). Adding to the current theory, we assume that low RS, the tendency to calmly expect acceptance and to downplay cues of rejection, might also lead to situationally inappropriate behavior and interpersonal problems. Until now experimental evidence how self-regulation strategies can change dispositional responses of RS is missing. In the present research we examined if the strategy of mental contrasting can regulate inappropriate responses to interpersonal rejection. In mental contrasting people juxtapose a positive future outcome with an obstacle in the present reality (for a review, see: Oettingen, 2012). We hypothesized that mental contrasting would enhance a balanced reaction to rejection that is independent of individual differences in RS by desensitizing people with high RS and sensitizing people with low RS. We conducted three studies with German adolescents (Study 1, N = 58), American adults (Study 2, N = 183) and German adults (Study 3, N = 164). After measuring RS, participants were randomly assigned to mentally contrast or use a control strategy to regulate an idiosyncratic help-seeking problem. As the dependent variable we measured the sensitive response to rejection (Study 1: disappointment, self-attribution/ resignation, anger/aggression; Study 2 and 3: feeling rejected). Results showed that mental contrasting weakened the link between RS and a sensitive response to rejection (f2 = .02 - .09). Participants with high RS showed the tendency to react less sensitive in the mental contrasting compared to the control condition and participants with low RS showed the tendency to react more sensitive in the mental contrasting compared to the control conditions. This research implies that mental contrasting helps people to not readily translate their RS disposition into situational responses to rejection and to react thoughtfully instead.
Kurzfassung auf Deutsch: Die bisherige Forschung hat hohe Zurückweisungsempfindlichkeit (ZE) als eine Tendenz beschrieben, Zurückweisung ängstlich zu erwarten, diese voreilig wahrzunehmen und darauf zu überreagieren (for a review, see Romero-Canyas & Downey, 2005). Ergänzend zum bisherigen Modell nehmen wir an, dass geringe Zurückweisungsempfindlichkeit, die Tendenz Akzeptanz gelassen zu erwarten und Ablehnungshinweise herunterzuspielen, ebenso zu situationsunangemessenen Verhaltensweisen und zwischenmenschlichen Problemen führen kann. Bislang gibt es keine experimentelle Forschung zu der Frage, wie Selbstregulationsstrategien hohe und niedrige ZE verändern können. In dieser Forschungsarbeit haben wir untersucht, ob die Strategie des mentalen Kontrastierens unangemessene Reaktionen auf Zurückweisung regulieren kann. Beim mentalen Kontrastieren wird eine erwünschte positive Zukunft mit einem Hindernis in der gegenwärtigen Realität gegenübergestellt (for a review, see: Oettingen, 2012). Wir haben angenommen, dass mentales Kontrastieren eine ausgeglichene Reaktion auf Zurückweisung fördert, die unabhängig von individuellen Unterschieden in der ZE ist, indem Personen mit hoher ZE desensibilisiert und Personen mit niedriger ZE sensibilisiert werden. Wir haben drei Studien mit deutschen Jugendlichen (Studie 1, N = 58), amerikanischen Erwachsenen (Studie 2, N = 183) und deutschen Erwachsenen (Study 3, N = 164) durchgeführt. Nachdem die ZE erhoben wurde, wurden die Untersuchungsteilnehmer zufällig auf die Bedingung mentales Kontrastieren oder eine Kontrollbedingung aufgeteilt, um einen idiosynkratischen Hilfewunsch zu regulieren. Als abhängige Variable haben wir die empfindliche Reaktion auf Zurückweisung gemessen (Studie 1: Enttäuschung, Selbstattribution/Resignation, Wut/Aggression; Studie 2 und 3: Ablehnungsgefühle). Die Ergebnisse haben gezeigt, dass mentales Kontrastieren den Zusammenhang zwischen Zurückweisungsempfindlichkeit und einer empfindlichen Reaktion auf Zurückweisung abschwächt (f2 = .02 - .09). Teilnehmer mit hoher ZE haben die Tendenz gezeigt, nach mentalem Kontrastieren weniger sensibel auf Zurückweisung zu reagieren als in den Kontrollbedingungen und Teilnehmer mit niedriger ZE haben die Tendenz gezeigt, nach mentalem Kontrastieren sensibler auf Zurückweisung zu reagieren als in den Kontrollbedingungen. Diese Forschung zeigt, dass mentales Kontrastieren Menschen hilft, ihre ZE Disposition nicht voreilig in situationale Reaktionen zu übertragen und stattdessen mit Bedacht zu reagieren.

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