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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-81419
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8141/


Entwicklung von Selbststeuerungsprozessen am Beispiel der Feldenkrais-Methode

Development Of Selfregulation Processes With The Feldenkrais-Method

Herzog, Susanne

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Selbststeuerung , Selbstmanagement , Selbsterziehung , Entwicklung , Feldenkrais-Methode , Lernen , Selbstwirksamkeit , Selbstbild , Alltagshandeln
Freie Schlagwörter (Deutsch): Bewusstheit durch Bewegung , Moshe Feldenkrais , das persönliche Gespräch , qualitative Forschung , Lernmethode
Freie Schlagwörter (Englisch): qualitative research , self-regulation skills , self-efficacy , quastionnaire catalogue , awerness
Basisklassifikation: 77.22 , 77.16 , 77.45 , 77.11 , 77.05
Institut: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Schmale, Hugo (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.10.2014
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 07.11.2016
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden qualitativ-empirischen Arbeit werden Aussagen von Menschen in Bezug auf Selbststeuerungsfähigkeiten erhoben und ausgewertet. Die Probanden greifen auf intensive Erfahrungen mit der Feldenkrais-Methode zurück. Gemäß Dr. Moshe Feldenkrais (1904-1984) soll der Lernende Gesundheit, Gemütsverfassung und Können verbessern und befähigt werden, seine Schmerzen, seine Angst und seine Schwierigkeiten zu meistern und loszuwerden (vgl. Feldenkrais, 1985, S.22). Feldenkrais Grundannahmen können mit dieser Arbeit bestätigt und zur Theoriebildung neue Hypothesen generiert werden. Diese Pilotstudie schließt eine Forschungslücke in der Grundlagenforschung. Die qualitativen Ergebnisse sind bedingt als Kann-Aussagen verallgemeinerbar und als „mögliche“ Resultate zu werten. Die Daten werden in einer retrospektiv-qualitativen Erhebung mit Hilfe des unstrukturierten offenen Interviews „das Persönliche Gespräch“ (Dr. I. Langer, 2000) und mit dem Dokumentationsprotokoll „SOLIDE“ (Dr. med. N. Klinkenberg, 2000) gewonnen. Die Probanden berichten über ihr Erleben während der Intervention, über ihre Erfahrungen, über Veränderungen im Alltagshandeln und über Verhaltensänderungen in Konflikt- und Belastungssituationen. Sie erschließen sich durch Selbstexploration, durch Klärung von Handlungsmotiven, durch muskuläre und dadurch bedingte emotionale Regulation, neue Handlungsmöglichkeiten. Das Selbstbild, der Selbstwert und die Selbstakzeptanz verändern sich durch Selbstwirksamkeitserfahrungen. Sie generieren neue Fähigkeiten, die sie implizit und explizit in Alltagshandlungen übernehmen. Im Alltagshandeln führt dies durch die Zunahme kompetenter Handlungsweisen zum Erleben von Selbstwirksamkeit, z.B. zur Bewältigung schwieriger Lebenssituationen. Die Relevanz der Feldenkrais-Methode im klinisch-psychosomatisch-therapeutischen Setting wird anhand von
Dokumentationsprotokollen, die nach dem Einzelunterricht angefertigt wurden, bezogen auf die Symptome der Depression, der somatoformen Schmerzstörungen und der Angststörungen untersucht. Die beobachteten Verhaltensveränderungen und die Entwicklung von Handlungspotential der Patienten belegen, dass die Methode innerhalb des klinischtherapeutischen Settings einen wichtigen Beitrag leisten kann und gezielt zur Optimierung dysfunktionaler Selbststeuerungsprozesse eingesetzt werden kann. Aus den induktiv gewonnenen Veränderungsmöglichkeiten in Bezug auf Selbststeuerungsfähigkeiten wird ein Fragebogenkatalog entwickelt. Er erfasst den Ist-Zustand der Selbststeuerungsfähigkeiten und kann als Grundlage weiterer quantitativer Studien zur Evaluation von Veränderungen in Bezug auf Selbststeuerungsprozesse dienen.
Kurzfassung auf Englisch: In the present qualitative empirical work statements from people in terms of self-regulation skills are collected and analyzed. The volunteers refer to extensive experiences with the Feldenkrais Method. According to Dr. Moshe Feldenkrais (1904-1984) the learner should be able to improve his health, state of mind and skills as well as to cope with his pain, his fears and his troubles and to get rid of them (see Feldenkrais, 1985.p.22). Feldenkrais basic assumptions can be confirmed with this work and new hypotheses can be generated for theorizing. This pilot study fills a gap in basic research. The qualitative results are due to be considered as optional generalized statements and as “possible” results. The data (Dr. med. N. Klinkenberg, 2000) are the results of a retrospective qualitative survey using the unstructured open interviews “personal dialogue” (Dr. I. Langer, 2000) and the Protocol Documentation “SOLIDE”. The volunteers talk about their experience during the intervention, about changes in their daily life and changes in conflict and stressful situations. They open up new ways of acting by self-exploration, by clarification of ways of acting, by muscular and therefore limited emotional regulation. The self-image, self-value and self-acceptance change through experiences of self-efficacy. They generate new skills which they take over implicit and explicit in daily actions. During their daily actions this leads to experiences of self-efficacy by increasing competent ways of acting, for example to cope with difficult situations in their life. The relevance of the Feldenkrais Method in the clinical psychosomatic-therapeutic setting is investigated based on documentation protocols, which were made after individual instruction based on the symptoms of depression, somatoform pain disorders and anxiety disorders. The observed changes in behaviour and the development of action potentiality of the patients show that the method within the clinical-therapeutic settings can make an important contribution and can be targeted to optimize disfunctional self-control processes. Out of the inductively gained variation possibilities concerning self-control skills, a questionnaire catalogue will be developed. It realizes the actual state of self-control capabilities and may serve as a basis for further quantitative studies for the evaluation of modifications concerning self-control processes.

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