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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-81425
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8142/


Zur Geschichte meteorologischer und meereskundlicher Messungen auf deutschen Feuerschiffen und automatischen Messstationen

Machoczek, Detlev

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Meereskunde , Feuerschiff , Geschichte , Deutsche Seewarte , Deutsches Hydrographisches Institut
Freie Schlagwörter (Deutsch): Kommission zur wissenschaftlichen Untersuchung der Meere (Kiel) , Kiel Kommission
Basisklassifikation: 38.90 , 38.84
Institut: Geowissenschaften
DDC-Sachgruppe: Geowissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wolfschmidt, Gudrun (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.04.2016
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 03.11.2016
Kurzfassung auf Deutsch: 1868 richtete der Hamburger Kaufmann Heinrich Adolph Meyer ein Netz von Küstenstationen an der Ostsee zur Erfassung meteorologischer und meereskundlicher Messwerte ein. Diese Messungen wurden von der Kommission zur wissenschaftlichen Untersuchung der Meere weitergeführt und auf Stationen in der Nordsee und auf bemannte Feuerschiffe ausgedehnt. Die mit bescheidenen Mitteln erhobenen Daten sind von einer solchen Qualität, dass sie auch heute noch zur Lösung wissenschaftlicher Fragestellungen herangezogen werden können. Nach 20 Jahren wurde die Veröffentlichung der Daten in eigenen Datenbänden 1892 eingestellt, die Messungen aber gingen weiter. Es gelang, Teile der unveröffentlichten Daten in anderen Quellen ausfindig zu machen. Bei der Durchsicht der Originale der meteorologischen Tagebücher einzelner Feuerschiffe aus den Beständen des Deutschen Wetterdienstes konnten Teile der Datenlücke zwischen 1892 und 1924 geschlossen werden. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm die Deutsche Seewarte die Messungen, wobei diese nur noch auf den Feuerschiffen erhoben wurden. Diese Arbeiten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg vom Deutschen Hydrographischen Institut bis zum Einzug des letzten bemannten Feuerschiffs 1988 weitergeführt. Von diesem Zeitpunkt an übernahmen automatische Stationen die Aufgabe, meteorologische und meereskundliche Daten zu erfassen. Bei der Errichtung und dem Betrieb dieser Stationen ergab sich eine Vielzahl von Problemen, da es sich um technische Neuentwicklungen handelte und man die Belastungen, denen diese Systeme auf See ausgesetzt waren, unterschätzt hatte. Auch wenn viele Probleme im Laufe der Zeit gelöst werden konnten, stellt der Betrieb der automatischen Stationen technisch und logistisch immer noch eine große Herausforderung dar. Die über Jahrzehnte hinweg gesammelten Daten gehören zu den längsten meereskundlichen Zeitreihen in Deutschland. Für die Jahre 1924 bis 1994 sind die meereskundlichen und für die Jahre 1932 bis 1987 die meteorologischen Daten sowohl in Druckform, als auch in digitaler Form verfügbar. Danach liegen sie nur noch in digitaler Form vor. Im Laufe der Jahre hat sich der Nutzen der Messun-gen in vielfältiger Weise erweitert. Heute sind sie besonders für die Sicherung der Küsten und der Schifffahrt sowie für die Nutzung des Meeres durch Offshore-Tätigkeiten von Bedeutung. Im Zeichen des sich abzeichnenden Klimawandels, geben sie einen Einblick in das Geschehen und tragen dazu bei, belastbare Prognosen erstellen zu können.
Kurzfassung auf Englisch: In 1868 the Hamburger businessman Heinrich Adolph Meyer installed a net of coastal stations at the Baltic Sea, measuring meteorological and hydrographical values. These measurements were continued and also expanded to stations in the North Sea and manned lightships by the Committee to the Scientific Investigation of the Seas. The data upraised with modest means are of such a quality that they can be also pulled up even today for the solution of scientific questions. After 20 years the publication of the data in own data volumes was ceased in 1892, however, the measurements went on. One succeeded in finding parts of the unpublished data in other sources. By the examination of the original meteorological diaries of particular lightships from the supplies of the German Weather Service parts of the data gap between 1892 and 1924 could be closed. After World War I the German Marine Observatory took over the measurements and these were raised only on the lightships. These works were continued after World War II by the German Hydrographic Institute up to the move of the last manned lightship in 1988. From this time automatic stations took over the job to grasp meteorological and hydrographical data. With the establishment and the operation of these stations a huge number of problems arose, due to new technical developments and the underestimation of the strain to the systems exposed to the sea. Even if many problems could be solved in the course of the time, the operation of the automatic stations, technically and logistically, is still a great challenge. The data accumulated for decades belong to the longest hydrographical time series in Germany. From 1924 to 1994 the hydrographical data and from 1932 to 1987 the meteorological data are available in printing form, as well as in digital form. From then on they are only available in digital form. In the course of the years the use of the measurements has increased in varied manner. Today they matter particularly to the protection of the coasts and the navigation as well as to the use of the sea by offshore operations. In the age of the emerging climate change, they give an insight into the events and serve to be able to provide reliable forecasts.

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