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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-81533
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8153/


Die subjektive Wahrnehmung von ambulanten Versorgungsproblemen aus Sicht von Hausärzten und Patienten im regionalen Vergleich : Ergebnisse einer qualitativen Studie in Norddeutschland

Bole, Laura

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Basisklassifikation: 44.62
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Scherer, Martin (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.10.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 04.11.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund: In Deutschland existieren bestimmte Faktoren und Rahmenbedingungen, die dazu führen, dass nicht jeder Patient gleichermaßen versorgt wird bzw. denselben Zugang zur medizinischen Versorgung hat. Einige dieser Versorgungsengpässe variieren zwischen städtischen und ländlichen Regionen und ziehen zahlreiche Konsequenzen für Ärzte und Patienten nach sich.
Fragestellung: Ziel dieser Forschungsarbeit war es, Versorgungsprobleme, die aus Hausarzt- und Patientensicht aktuell im ambulanten Bereich zu finden sind, zusammenfassend darzustellen und diese zwischen den Regionen Stadt, Umland und Land zu vergleichen. Außerdem sollten die Konsequenzen, die sich daraus für Patienten und Hausärzte ergeben, näher erörtert werden.
Methode: Hierzu wurden insgesamt 9 leitfadengestützte Fokusgruppen mit Hausärzten und 18 leitfadengestützte Fokusgruppen mit Patienten veranstaltet. Die Teilnehmer stammten aus verschiedenen Regionen Norddeutschlands und wurden unter anderem dazu befragt, welche Versorgungsprobleme ihrer Meinung nach an ihrem Wohn- bzw. Niederlassungsort zu finden sind. Die gewonnenen Daten wurden anschließend in Anlehnung an die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
Ergebnisse: Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit weisen darauf hin, dass Probleme, die mit der Vergütung oder bestimmten Patientencharakteristika assoziiert sind, in Deutschland flächendeckend vorhanden sind. Während Versorgungsproblematiken ländlicher Regionen vorrangig durch eine zu geringe Ärztedichte sowie einen bestehenden Nachwuchsmangel bedingt sind, kommen viele städtische Probleme durch eine zu hohe Ärztedichte sowie eine gering ausgeprägte Arzt-Patienten- Bindung zustande.
Schlussfolgerungen: Die vorliegende Forschungsarbeit konnte einen umfassenden Überblick zu den aktuellen ambulanten Versorgungsproblematiken liefern. Diese müssen nun in weiteren, qualitativ und quantitativ angelegten Studien überprüft werden. Viele der dargestellten Engpässe sind auf eine unausgewogene Ärztedichte innerhalb Deutschlands sowie auf ein verbesserungswürdiges Abrechnungssystem zurückzuführen. Diese Erkenntnisse sollten bei der Entwicklung weiterer Lösungsansätze zur Optimierung der Primärversorgung berücksichtigt werden.

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