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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-81666
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8166/


Nephrologischer Unterricht an den 36 Universitäten in Deutschland - ein interfakultärer Vergleich

Rösch, Friederike-Maria

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SWD-Schlagwörter: Nephrologie , Unterricht
Basisklassifikation: 44.88
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Harendza, Sigrid (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.07.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 14.11.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Mit der Approbationsordnungsnovelle im Jahr 2002 erhielten die medizinischen Fakultäten in Deutschland einen großen Gestaltungsspielraum. Es bestehen keine Vorgaben, wie die Bereiche der Inneren Medizin zu gewichten sind und welche Inhalte unterrichtet werden sollen. Für das Fachgebiet Nephrologie erhebt die vorliegende Arbeit den Status quo des studentischen Unterrichts. Hierfür wurde ein Fragebogen zur Struktur des nephrologischen Unterrichts sowie seiner inhaltlichen und didaktischen Gestaltung entwickelt und an die Lehrbeauftragten aller 36 deutschen medizinischen Fakultäten verschickt. Zusätzlich erfolgte an einer medizinischen Fakultät eine Gewichtung von nephrologischen Lerninhalten mittels einer Matrixanalyse. 34 (94,4%) Fakultäten beteiligten sich an der Umfrage. Zwei Drittel der Teilnehmenden sehen das Fach Nephrologie an ihrer Fakultät als gut bis sehr gut repräsentiert an, wobei die Bandbreite der Unterrichtsstunden mit zwei bis 105 Stunden groß ist. Während an allen Fakultäten stationäre Patienten in den Unterricht einbezogen werden, trifft dies für ambulante Patienten nur an 65% und für Schauspielpatienten nur an 21% der Fakultäten zu. Moderne Unterrichtsformen (z.B. E-Learning und POL-Fälle) werden an fast der Hälfte der Fakultäten genutzt. Ein Dozententraining gibt es an 68% der Fakultäten. Übungen in Urinsedimentbefundung und Nierensonographie erhalten Studierende an der Hälfte der Fakultäten. Multiple-Choice-Prüfungen werden an fast allen Standorten (97%) eingesetzt, freie mündliche Prüfungen an 65% und praktische Prüfungen (OSCE) an 47%. Unter den Lernzielen sind "akutes Nierenversagen", "chronische Niereninsuffizienz", "nephritische oder nephrotische Glomerulonephritiden" und "arterielle Hypertonie" am stärksten im Unterricht abgedeckt. Die Lernziele "Störungen des Säure-Basenhaushalts" und "Elektrolytstörungen" sind im nephrologischen Unterricht noch unzureichend abgebildet, wurden in der Matrixanalyse aber als wesentliche Lernziele ermittelt. Insgesamt nutzen die deutschen Fakultäten moderne Lehr- und Prüfungsmethoden überwiegend gut für den nephrologischen Unterricht. Wünschenswert wäre eine noch stärkere Berücksichtigung der als wesentlich erachteten Lernziele in der nephrologischen Unterrichtsrealität.

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