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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-81935
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8193/


Vergleich transkutaner versus kapillärer Bilirubinbestimmung unter Fototherapie

Willers, Sabine Margarete

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Freie Schlagwörter (Deutsch): transkutane Bilirubinmessung , Neugeborene , Fototherapie
Basisklassifikation: 44.67
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Singer, Dominique (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.07.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 09.12.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Hintergrund und Fragestellung: Die transkutane Bilirubinbestimmung ist als
Screeningmethode bei ikterischen Neugeborenen vor Beginn der Fototherapie bereits
etabliert. Maßgeblich für die Steuerung der Fototherapie bleibt jedoch die
Bilirubinkonzentration im (kapillären) Blut. Das fotometrische Bilirubinmessgerät
BiliChek® (Philips, Niederlande) wurde von der FDA auch für Messungen unter
laufender Fototherapie zugelassen. Voraussetzung hierfür ist die Messung in einem
unbestrahlten Hautareal (wiederverschließbares Lochpflaster). Wir untersuchten, ob
die mit diesem Gerät und dieser Methodik bestimmten transkutanen Bilirubinwerte mit
der Konzentration im Blut vor und während Fototherapie korrelieren.
Patienten und Methoden: 80 reife Neugeborene bzw. späte Frühgeborene wurden in
die Studie aufgenommen. Bei 60 Kindern wurde einmal und bei 10 Kindern mehrfach
zeitgleich der kapilläre (ABL90 FLEX, Radiometer, Dänemark) und transkutane Bilirubinwert
vor Beginn der Fototherapie bestimmt. Bei 40 Kindern wurde eine und bei 14
Kindern wurden mehrere Vergleichsmessungen unter laufender Bestrahlung (mittels
des wiederverschließbaren Lochpflasters) gewonnen. Mehrfachmessungen pro Kind
wurden gemittelt. Die Auswertung erfolgte mit dem Wilcoxon-Vorzeichen-Rangtest.
Ergebnisse und Diskussion: Während sich vor Fototherapie kein signifikanter Unterschied
der Messwerte in Haut und Blut zeigte (p=0,3, die transkutanen Messwerte waren
im Mittel um 0,2 mg/dl größer als die Blutwerte), unterschieden sich unter laufender
Fototherapie die transkutanen Werte signifikant von den kapillären Messungen
(p<0,001). Die transkutanen Werte lagen im Mittel 2,5 mg/dl über den kapillären Werten.
Dies steht im Widerspruch zu zwei Studien aus der Literatur von Zecca und Fonseca und zu
Herstellerangaben und kann durch die Verwendung von LED-Kaltlichtlampen in unserer
Klinik bedingt sein. Offenbar führen diese zu einer so effektiven Senkung des Bilirubinspiegels
in Haut und Blut, dass die fotometrische Messung in dem unbestrahlten
Messfenster regelmäßig zu hohe Werte ergibt (83 % der Werte wichen nach oben ab).
Ob bei Messung an der bestrahlten Haut eine bessere Korrelation resultieren würde,
bleibt noch zu untersuchen.
Schlussfolgerung: Am nicht bestrahlten Hautareal können mit dem Gerät BiliChek®
durchgeführte transkutane Bilirubinmessungen unter Fototherapie, zumindest bei der
Verwendung von LED-Lampen aufgrund einer systematischen Überschätzung des
Plasmabilirubinwertes nicht zum Therapiemonitoring verwendet werden

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