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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-82234
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2016/8223/


Kombinatorische Anwendung von TRH und GRP in einem humanen in-vitro-Wundheilungsmodell

Combined application of TRH and GRP in a human in-vitro wound healing model

Kleinspehn, Edgar

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SWD-Schlagwörter: Wundheilung , Modell , Wirkung , Hormon , Thyreotropin-Releasinghormon
Freie Schlagwörter (Deutsch): TRH , GRP
Freie Schlagwörter (Englisch): wound , healing , model , hormone
Basisklassifikation: 44.93
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Debus, E. Sebastian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.11.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 09.12.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Chronische Wundheilungsstörungen betreffen einen großen Anteil der Bevölkerung und sind mit hohen sozioökonomischen Kosten verbunden. Die Patienten leiden neben direkten krankheitsassoziierten Symptomen wie Schmerzen unter nicht zu unterschätzenden psychologischen Belastungen durch langfristige, chronische - teils rezidivierende Verläufe. Durch den demographischen Wandel bedingt und trotz des medizinischen Fortschritts kann für die nächsten Jahre eine weitere Zunahme des betroffenen Patientenklientels erwartet werden.
Durch Experimente an Amphibien und am Menschen sind die Hormone TRH und GRP in den Fokus der Wundheilungsforschung gerückt. Beiden Substanzen wird in einem Vollhaut-Organkulturmodell an gesunder humaner Haut eine stimulierende Wirkung auf die Wundheilung zugesprochen. Im Rahmen dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass sich dieses Vollhaut-Organkulturmodell prinzipiell an der Haut von gefäßgeschädigten Patienten mit amputationspflichtigen Wunden anwenden lässt. Die Hautproben blieben über sechs Tage vital und bildeten charakteristische Wundzungen aus. Mit dem Nachweis der Anwendbarkeit können zukünftig potentiell wundheilungsfördernde Wirkstoffe einfach und ressourcensparend an klinisch relevanten, humanen Hautproben untersucht werden.
Die vorbeschriebenen Erkenntnisse hinsichtlich der wundheilungsfördernden Wirkungen von TRH und GRP an gesunder Haut können in dieser erstmalig an gefäßgeschädigter Haut durchgeführten Arbeit nur in Teilen bestätigt werden. Die Größe der Wundzungenfläche lässt sich durch TRH und GRP an gefäßgeschädigter Haut im Gegensatz zu gesunder Haut nicht positiv beeinflussen. Positive Effekte durch die Anwendung von TRH bzw. GRP auf die Expression von CK 6 lassen sich im überwiegeden Maße an gefäßgeschädigter Haut nicht nachweisen. Übereinstimmend mit den Vorexperimenten wurden keine Unterschiede hinsichtlich Proliferation und Apoptose sowie bei der Expression von Involucrin im Rahmen dieser Arbeit an gefäßgeschädigter Haut festgestellt.
Erstmalig wurde zudem die kombinatorische Anwendung von TRH und GRP in unterschiedlichen Konzentrationen untersucht. In Zusammenschau der Ergebnisse ergaben sich keine Hinweise für additive Effekte beider Substanzen auf die Wundheilung.
Wegweisend für zukünftige Arbeiten ist die nachweisliche Zunahme der CD31-positiven Gefäßareale im Vollhaut-Organkulturmodell mit gefäßgeschädigter Haut trotz vermeintlicher vaskulärer Pathologie. Hieraus ergeben sich interessante Ansatzpunkte für die weitere Endothel- und Angiogeneseforschung für die im Zentrum der Gefäßmedizin stehende Patientengruppe mit chronischen Wunden.
Kurzfassung auf Englisch: Chronic wound healing disorders affect a large proportion of the population and are linked to high socio-economic costs. Patients not only suffer from direct illness-related symptoms such as pain but also from psychologic burden due to longterm chronic process. Based on demographic change and despite progress in medical therapy and treatment a further increase in the number of patients with chronic wounds can be expected.
Studies on amphibes and humans put a spot light on the role of thyroid releasing hormone and gastrin releasing peptide in wound healing. Both substances are attributed to improve wound healing in a human full thickness skin organ culture model of healthy individuals. This study proves the feasability of the organ culture model for the skin of patients with vascular impaired non healing wounds. Punch skin biopsies remaind vital for six days and developed distinctive wound tongues at the edge of the biopsies. Therefore this organ model can also be used to study a varierty of potentially wound healing promoting agents for people with wound healing disorders.
Prior findings on the wound healing promoting effects of thyroid releasing hormone and gastrin releasing peptide on healthy human skin can only partially be varified for the skin of wound healing impaired patients. While the area of the wound tongues of punch biopsies and the expression of CK 6 cannot be increased by the application either thyroid releasing hormone or gastrin releasing peptide, the results concerning the markers of proliferation and apoptosis as well as the expression of involucrine for the skin of wound healing impaired patients are consistent with prior findings in healthy individuals.
For the first time the combined application of both hormones was studied in a human skin organ culture model. No additive efffects were observed leading to the conclusion that the combination of both hormones does not seem to be beneficial for wound healing purposes.
Future research could focus on the observed increase of the CD31-positive areas in the skin of wound healing impaired patients. The proofed feasability of the skin organ model can be used gain a deeper understanding of the role of topical agents regarding vascular endothelial regeneration and angiogenesis.

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