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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-82841
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8284/


Charakteristika und Ätiologie der schweren Laktatazidose bei einem multidisziplinären Kollektiv von Intensivpatienten

Lange, Theresa

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SWD-Schlagwörter: Metabolische Azidose , Lactacidose , Sterblichkeit
Freie Schlagwörter (Deutsch): Intensivpatienten , Laktatclearance
Basisklassifikation: 44.69 , 44.61
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kluge, Stefan (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.12.2016
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 26.01.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Schwere Laktatazidosen können unterschiedliche Ursachen haben und sind häufig mit einer schlechten Prognose vergesellschaftet. In der vorliegenden retrospektiven Studie wurde die Ätiologie der schweren Laktatazidose an einem multidisziplinären Kollektiv von 400 Intensivpatienten mit Laktatkonzentrationen ≥ 10 mmol/l untersucht und die Mortalität sowie die Laktatclearance evaluiert.
Eine schwere Laktatazidose ist im Studienkollektiv mit einer extrem hohen Gesamtmortalität von 78,3 % assoziiert. Dies gilt insbesondere für Patienten mit Organversagen von Herz oder Leber, Sepsis und Mesenterialischämie. Auch eine geringe Laktatclearance verschlechtert die Prognose. Bei einer Laktatclearance innerhalb von 12 Stunden < 32,8 % verstarben 96,6 % der betroffenen Patienten. Bei einer anhaltenden schweren Laktatazidose über 24 Stunden verstarben 95,6 % der Patienten des Gesamtkollektivs. Nach 48 Stunden anhaltender Dauer lag die Mortalität in dieser Studie bei 100 %. Nur Patienten mit rasch reversiblen Ursachen für die Laktatazidose wie postoperative kardiochirurgische Patienten oder jene nach Krampfanfall zeigten eine deutlich geringere Sterblichkeit. Die maximale überlebte Laktatkonzentration lag in dieser Studie bei 24 mmol/l. Bei notwendigem Einsatz von Organersatzverfahren verschlechterte sich das Outcome zusätzlich.

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