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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-83265
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8326/


Einfluss von Frakturklassifikation und operativem Zugangsweg auf das klinisch-radiologische Outcome und die subjektive Lebensqualität nach operativ versorgter Acetabulumfraktur

Influence of fracture classification and operative approach to the clinical-radiological outcome and the subjective quality of life after surgically supplied acetabulum fracture

Speer, Katharina

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SWD-Schlagwörter: Lebensqualität
Freie Schlagwörter (Deutsch): Acetabulumfraktur , Kocher-Langebeck , ilioinguinal , Stoppa , Letournel
Basisklassifikation: 44.80
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Lehmann, Wolfgang (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.01.2017
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 10.02.2017
Kurzfassung auf Deutsch: In diese Studie konnten 50 Patienten der im Zeitraum von Januar 2009 bis Dezember 2012 96 nach Acetabulumfraktur operativ versorgten Patienten eingeschlossen werden. Von diesen konnten 40 Patienten nach 30,8 ± 13 Monaten befragt und 31 zusätzlich untersucht werden. Sie waren mit 52,2 ± 21 eher älter und zumeist männlichen Geschlechts (77,5 %). Mit 47,5 % waren Verkehrsunfälle die häufigste Traumaursache. Am häufigsten kamen hierbei Zwei-Pfeiler-Frakturen (40 %) und Frakturen des vorderen Pfeilers (22,5 %) vor. Hierdurch erklärt sich die hohe Rate an kombinierten (30 %) und ilioinguinalen (27,5 %) Zugängen.
Die Patienten erreichten in 60 % ein gutes bis sehr gutes Ergebnis bei der Befragung des Merle d‘Aubingé Scores und schnitten damit ähnlich gut ab wie die Vergleichskollektive, wobei sie im Vergleich mit der deutschen Normalbevölkerung im Bereich der Lebensqualität insgesamt schlechter abschneiden. Es hat sich auch hier deutlich gezeigt, dass dorsale Zugänge mit einem gesteigerten Anteil heterotoper Ossifikationen einhergehen. Zusätzlich zeigt sich, dass minimalinvasive Operationszugänge ein gutes subjektives Ergebnis mit wenigen Komplikationen haben. Da in dieser Fallserie nur zwei dieser Patienten vorhanden sind, sollte für eine genauere Aussage auch zum klinischen Verlauf eine größere Fallzahl betrachtet werden.
Schlechte Verläufe wurden die subjektive Lebensqualität betreffend vor allem bei Patienten mit Stoppa-Zugang, aber auch bei Patienten mit ilioinguinalem Zugang beobachtet, während Patienten mit Kocher-Langenbeck-Zugang besser abschnitten. Da diese Patienten zumeist Frakturen des hinteren Pfeilers aufweisen, zeigen auch diese einen guten Verlauf, während Patienten mit Frakturen des vorderen Pfeilers, welche über ventrale Zugänge operiert wurden eher schlechtere Ergebnisse zeigen. Ob diese nun abhängig von Operationszugang oder Frakturtyp sind, ist nicht abschließend zu klären. Es kann nicht automatisch vom klinischen Befund auf einen radiologischen Befund und das subjektive Empfinden des Patienten geschlossen werden. Hier stellten sich sowohl den Frakturtyp, als auch den Operationszugang betreffend deutliche Unterschiede heraus.
Aufgrund der geringen Inzidenz bleibt die Fallzahl in dieser Studie für eine aussagekräftigere Statistik zu gering. Um positive oder negative Einflussgrößen sicher identifizieren zu können, bedarf es hier einer größeren Multicenter-Studie oder einer Metaanalyse. Da Laird und Keating (2005) sowie Ochs et al (2010) zeigen konnten, dass sich das Outcome der Patienten mit besserer Reposition, was vor allem für jüngere Patienten wichtig ist [Miller et al. 2009], und damit mit zunehmender Erfahrung des Operateurs verbessert, sollten diese Eingriffe weiterhin spezialisierten Zentren überlassen bleiben, um eine ausreichende Übung des Operateurs sicherstellen zu können.
Kurzfassung auf Englisch: In this study, 50 patients of the patients treated with acetabular fracture in the period from January 2009 to December 2012 96 were included. Of these, 40 patients were questioned after 30.8 ± 13 months and 31 were additionally examined. At 52.2 ± 21, they were older and mostly male (77.5%). Traffic accidents were the most frequent dream event at 47.5%. The most common were two-pillar fractures (40%) and front-pillar fractures (22.5%). This explains the high rate of combined (30%) and ilioinguinal (27.5%) accesses.The patients achieved a good to very good result in 60% of the Merle d'Aubingé score, and they performed similarly well as the comparative collectives, compared with the German normal population in the overall quality of life. Here, too, it has been shown clearly that dorsal accessions are associated with an increased proportion of heterotopic ossifications. In addition, it is shown that minimally invasive surgical approaches have a good subjective result with few complications. Since only two of these patients are present in this case, a larger number should also be considered for a more accurate statement of the clinical course.Poor gradients were observed in the subjective quality of life, especially in patients with stopa access, but also in patients with ilioinguinal access, whereas patients with digester-langenbeck access were better. Since these patients usually have fractures of the posterior pillar, they also show a good course, whereas patients with fractures of the anterior pillar that have operated via ventral accesses tend to show poorer results. Whether these are now dependent on operation access or fracture type is not conclusive. It can not be automatically deduced from the clinical findings on a radiological finding and the subjective feeling of the patient. Here both the type of fracture and the surgical approach showed significant differences.Due to the low incidence, the number of cases in this study remains too low for more meaningful statistics. In order to be able to reliably identify positive or negative influencing variables, a larger Multicenter study or a meta-analysis is required. As Laird and Keating (2005) and Ochs et al (2010) showed that the outcome of patients with better reduction, which is especially important for younger patients [Miller et al. 2009], and thus with the increasing experience of the surgeon, these procedures should continue to be left to specialized centers in order to ensure a sufficient exercise of the surgeon.

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