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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-83275
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8327/


Prospektive Studie zum Nutzen der Coblationstechnologie - Lohnt der Aufwand?

Prospective study for the benefit of coblation technology - worth the effort?

Klasnic, Ivan

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Freie Schlagwörter (Deutsch): tonsillektomie , coblation
Freie Schlagwörter (Englisch): coblation technology , tonsillectomy
Basisklassifikation: 44.94 , 44.09
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Jaehne, Michael (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.01.2017
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 01.02.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der vorgelegten prospektiven Studie war es, die seit einigen Jahren alternativ zur konventionellen Tonsillektomie eingesetzte Coblation in einem eigenen Patientengut im klinischen Alltag zu re-evaluieren und zu vergleichen.
Insgesamt wurden 100 männliche und weibliche Patienten im Alter von sechs bis 46 Jahre im Zeitraum von 2009 bis 2012 sowohl mittels konventioneller Dissektion, als auch mittels Coblation tonsillektomiert und die intraoperativen sowie postoperativen Verläufe ausgewertet. Hierbei wurden mittels eines eigens dafür entworfenen Fragebogens die Aspekte der postoperativen Nachblutung, das Ausmaß postoperativer Schmerzen als auch die Bedeutung verschiedene wirtschaftlicher Faktoren speziell der Coblation analysiert.
Beim dem postoperativen Nachblutungsrisiko hat sich kein statistisch relevanter Vorteil der Coblationstonsillektomie im Vergleich zur Dissektionstonsillektomie gezeigt (c-TE 5 % vs. k-TE 6 %).
Bezüglich der Geschlechterverteilung zeigte sich ebenfalls kein Unterschied, jedoch ergibt diese Studie eine schnellere Regeneration des Patienten nach einer Coblationstonsillektomie.
Demnach sind die auch postoperativen Schmerzen bei der Coblationstonsillektomie geringer ausgeprägt: Der Höchstwert 7,74 in der visuellen Analogskala bei der konventionellen Tonsillektomie im Vergleich zu 5,49 bei der Coblation. Dies führt folglich zu einem geringeren Schmerzmittelbedarf mit wirtschaftlichen Einsparungen und Reduktion der möglichen Komplikationen durch Nebenwirkungen von Analgetika.
Patienten, die durch Coblation tonsillektomiert wurden, konnten nicht schneller in ihr Berufsleben zurückkehren als konventionell tonsillektomierte Patienten.
Beide Techniken hatten nach Entlassung aus dem Krankenhaus noch einen Ausfall von etwa 12 Tagen. Dieses führt zu keinen wirtschaftlichen Einsparungen.
Nach der Coblationstonsillektomie können die Patienten schneller wieder ihr normales Essverhalten wiederaufnehmen, was einen großen Gewinn an Lebensqualität für den Betroffenen bedeutet. Die Aufnahme der regulären Mahlzeit war bei der Coblationstonsillektomie etwa 0,5 Tage früher möglich, als bei der konventionellen Tonsillektomie.
Zusammenfassend ergibt diese Arbeit, dass die Operationszeit bei der Coblationstonsillektomie länger ist. Es handelt sich übrigens bei dieser um eine leicht und schnell zu erlernende Technik.
Die Anschaffungskosten für die beiden verglichenen Techniken zeigten keinen wesentlichen Unterschied. Bei der Coblationstonsillektomie fallen aber im Unterschied zur konventionellen Tonsillektomie zusätzliche Einmalkosten für den Patienten an.
In Zukunft sollten Studien folgen, in denen größere Patientenzahlen untersucht werden. Ein weiterer Faktor, der berücksichtigt werden sollte ist, ob es bei den Patienten mit Nachblutung eine spezielle Gerinnungsstörung gegeben haben könnte, die durch die Routinelaboruntersuchung nicht erfasst werden.
Kurzfassung auf Englisch: This prospective study was conducted to compare conventional tonsillectomy versus coblation tonsillectomy.
Our group of patients consisted of one hundred male and female patients (aged 6 to 46 years), who had a conventional tonsillectomy or coblation tonsillectomy between 2009 and 2012 in our hospital. By using a special questionnaire we analyzed aspects of postoperative bleeding, pain, regeneration and economic factors. Appropriate tests were used for statistical comparison.
There were no significant differences in terms of postoperative bleeding (coblation tonsillectomy 5% vs. conventional tonsillectomy 6%) or gender. In terms of postoperative pain there was a slight difference showing 7,74 points in visual analogue scale after conventional tonsillectomy versus 5,49 points after coblation tonsillectomy.
Patients, who had coblation tonsillectomy needed less painkillers. This can be seen as an economic advantage. Their time of reconvalescence after discharge from hospital was the same as patient who had a conventional tonsillectomy.
The technique of coblation tonsillectomy is easy to learn, although it takes a bit longer in comparison to the conventional tonsillectomy. Initial costs for both methods are nearly the same.
Future studies with a bigger collective of patients should follow.


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