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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-83327
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8332/


Das Ausmaß der cerebralen Mikroangiopathie als Einflussgröße für akutes und endgültiges Schlaganfallvolumen

The relationship between cerebral small vessel disease and acute and final stroke size

Illig, Marion

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SWD-Schlagwörter: Leukoaraiose , Schlaganfall , Mikroangiopathie
Freie Schlagwörter (Deutsch): cerebrale Mikroangiopathie , Schlaganfallgröße , Schlaganfallvolumen , Infarktwachstum , gerettetes Gewebe
Freie Schlagwörter (Englisch): leukoaraiosis , small vessel disease , stroke size , infarct growth , saved tissue
Basisklassifikation: 44.90
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Thomalla, Götz (PD Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.01.2017
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 07.02.2017
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Arbeit wurde der Einfluss von Leukoaraiose auf verschiedene Schlaganfallkompartimente untersucht: die akute und endgültige Schlaganfallgröße, das Infarktwachstum, das Ausmaß des initialen Risikogewebes und des geretteten Gewebes. Leukoaraioseherde zeigen sich in der T2-gewichteten MRT und in der FLAIR als hyperintense Parenchymläsionen und gelten als neuroradiologischer Marker cerebraler Mikroangiopathie. Diese Veränderungen der weißen Hirnsubstanz finden sich häufig in der älteren Bevölkerung und sind mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko assoziiert. Ob das Ausmaß der Leukoaraiose und die Größenentwicklung der verschiedenen Gewebekompartimente im Verlauf eines Schlaganfalls in pathophysiologischem Zusammenhang stehen, ist nicht abschließend geklärt. Um dies zu untersuchen, wurden folgende Hypothesen aufgestellt: (1) schwere Leukoaraiose geht mit größeren akuten Schlaganfallläsionen einher; (2) bei ausgedehnter Leukoaraiose finden sich ein größeres Infarktwachstum und größere endgültige Schlaganfälle; (3) bei schwerer Leukoaraiose ist der Anteil des Risikogewebes und des geretteten Gewebes geringer. Zur Überprüfung der Hypothesen wurden neben klinischen Daten, multiparametrische MRT-Daten von 90 Patienten mit Schlaganfällen im vorderen Stromgebiet retrospektiv ausgewertet. Die Segmentierung und Volumenbestimmung der Leukoaraiose und der verschiedenen Schlaganfallkompartimente erfolgte nach einem halbautomatischen Schwellenwertverfahren mit einer hausinternen Software. Es wurde kein Zusammenhang zwischen Leukoaraiose und akuter Schlaganfallgröße, Infarktwachstum und endgültigem Infarktvolumen nachgewiesen. Dahingegen zeigte sich eine Abhängigkeit des Risikogewebes und des geretteten Gewebes vom Grad der Leukoaraiose. Je größer die Ausdehnung der Leukoaraiose war, desto kleiner war das Risikogewebe und desto weniger gerettetes Gewebe ergab sich im Verlauf. Gruppenvergleiche zwischen leicht und schwer betroffenen Leukoaraiose-Patienten bestätigten diese Zusammenhänge. Die Annahme, dass schwere Leukoaraiose die Vulnerabilität des Hirngewebes für Infarzierung anstelle von reversibler Ischämie erhöht, wird durch dieses Ergebnis bekräftigt. Fortführende, longitudinale Untersuchungen erscheinen sinnvoll, um das Voranschreiten cerebraler Mikroangiopathie zu beobachten und um dessen Zusammenhang zum Schlaganfallauftreten sowie zur Ausdehnung der Schlaganfallkompartimente noch besser zu verstehen.
Kurzfassung auf Englisch: This thesis investigated the relationship between leukoaraiosis and several stroke parameters, such as: acute stroke size, infarct growth, final infarct volume, tissue at risk of infarction, and the tissue saved from definitive decline. Leukoaraiosis, defined by diffuse hyperintensities on T2-weighted MRI- and FLAIR-sequences in the white matter of the brain, is a well-known neuroimaging marker of cerebral small vessel disease. Leukoaraiotic lesions are common in the elderly and are associated with a higher risk of stroke. Given its wide spread, the exact influence of leukoaraiosis on various stroke parameters and lesion volumes, as well as their underlying pathophysiological mechanisms are not fully understood. Here, it was hypothesized that severe leukoaraiosis is associated with: (1) greater acute stroke lesion volumes; (2) higher incidence of infarct growth and larger final stroke volumes, and, (3) higher likelihood of smaller tissue at risk of infarction, as well as less tissue saved from definitive decline. To examine these hypotheses clinical and multiparametric MRI-data of 90 patients with imaging-confirmed anterior circulation stroke were analyzed. Segmentation and volumetric measurement of the different stroke lesions and the leukoaraiosis was performed using an in-house developed software tool. Results indicated that leukoaraiosis was not related to acute stroke volume, infarct growth, or final infarct volume. However, the severity of leukoaraiosis significantly affected the extent of tissue at risk of infarction, as well as the extent of tissue saved from definitive decline. That is, the more severe the leukoaraiosis, the smaller the tissue at risk, as well as the smaller the overall saved tissue. These results were further strengthened when comparing patient groups with mild versus severe leukoaraiosis. Results such as these confirm the assumption that severe leukoaraiosis increases the susceptibility of cerebral tissue to infarction. Further longitudinal investigations are needed in order to monitor the progress of cerebral small vessel disease relative to stroke incidence and stroke lesion development.

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