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Hamburg, Carl von Ossietzky

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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-83415
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8341/


Evaluation der Internetauftritte von Fachärzten der Allgemeinmedizin und Inneren Medizin mit hausärztlichem Versorgungsauftrag

Evaluation of private practice websites of general practitioners and internists

Hanna, Rosemarie

pdf-Format:
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Allgemeinmediziner , Internist , Praxis-Webseite , Website , Internet
Freie Schlagwörter (Englisch): general practitioner , internist , private practice website , homepage , internet
Basisklassifikation: 44.19
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Reimer, Jens (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.12.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 10.02.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Ergebnisse
Es wurden 1102 Allgemeinmediziner und Internisten eingeschlossen. Etwa die Hälfte der eingeschlossenen Allgemeinmediziner (47,8 %, n=290) und über drei Viertel der eingeschlossenen Internisten (78,6 %, n=389) besaßen eine Praxis-Webseite. Es wurden insgesamt 374 Praxis-Webseiten evaluiert. Diese teilten sich etwa zu gleichen Teilen zwischen Allgemeinmedizinern (48,9 %, n=183) und Internisten (51,1 %, n=191) auf.
Hypothese Nr. 1: Es gab eine signifikant höhere Frequenz an Praxis-Webseiten von Allgemeinmedizinern und Internisten im Vergleich zu Psychiatern und Neurologen. Dabei zeigten sich Internisten den Psychiatern und Neurologen (um mehr als das 5-fache) als auch den Allgemeinmedizinern (um etwa das Doppelte) deutlich überlegen. Für Allgemeinmediziner bestand eine mehr als doppelte Wahrscheinlichkeit als für Psychiater und Neurologen eine Praxis-Webseite zu besitzen. Hypothese Nr. 2: Es gab keinen signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschied in der Frequenz von Praxis-Webseiten von Allgemeinmedizinern und Internisten. Hypothese Nr. 3: Es konnte gezeigt werden, dass die Interaktion zwischen der „Bevölkerungsdichte“ und der „Praxisart“ mit der Qualität der Praxis-Webseiten zusammenhängt. Es zeigte sich auf Basis des angenommenen linearen Modells der Bevölkerungsdichte von 1000 bis 5000 Einwohner/km² der folgende Effekt: Praxis-Webseiten von Praxisverbünden wiesen signifikant höhere Erfüllungsgrade des Gesamtscores auf als die Praxis-Webseiten von Einzelpraxen, bei einer angenommenen Bevölkerungsdichte von bis zu 3000 Einwohner/km². Ein hoher Erfüllungsgrad des Gesamtscores ließ dabei auf eine qualitativ hochwertige Praxis-Webseite schließen. Darüberhinaus zeigte sich kein bedeutender Unterschied. Hypothese Nr. 4: Es gab einen signifikant höheren Erfüllungsgrad des Gesamtscores von Praxis-Webseiten, die direkt über die KV-Seite gefunden wurden und zusätzlich über die Internetsuchmaschine Google auf Rang 1 der Ergebnisliste gelangten, bei einer angenommenen Bevölkerungsdichte von bis zu 3000 Einwohner/km². Hypothese Nr. 5: Es zeigten sich signifikant mehr Praxis-Webseiten in den vorliegenden einkommensstarken Bezirken (Altona: p = 0,003; 20,1 %; und Hamburg-Nord p = 0,007; 20,6 %) als im vorliegenden einkommensschwächeren Bezirk Bergedorf (3,7 %). Demnach befanden sich in den vorliegenden einkommensstarken Bezirken auch vermehrt Praxisniederlassungen, da pro Praxisgemeinschaft eine Praxis-Webseite evaluiert wurde. Die Unterschiede zwischen den weiteren Bezirken bezüglich der Anzahl der vorhandenen Praxis-Webseiten waren nicht signifikant.
Hypothese Nr. 6: Es waren keine Unterschiede in der Qualität einer Praxis-Webseite auf das durchschnittliche Einkommen (pro 5000 €) systematisch zurück zu führen. Eine hohe Qualität und somit ein hoher prozentualer Erfüllungsgrad des Gesamtscores einer Praxis-Webseite hing somit nicht mit einkommensstarken Bezirken zusammen.
Neben den zu untersuchenden Hypothesen Nr.1 bis Nr. 6, wurden folgende weitere Zusammenhänge festgestellt: Es waren signifikant vermehrt Praxis-Webseiten in Praxisverbünden als in Einzelpraxen oder anderen Praxiskonzepten zu finden. Praxisverbünde mit sowohl Internisten als auch Allgemeinmedizinern wiesen eine signifikant höhere Frequenz an Praxis-Webseiten auf. Es besaßen internistische Praxen signifikant mehr Praxis-Webseiten als Praxen von Allgemeinmedizinern. Des Weiteren konnte ein Geschlechtsabhängiger Effekt auf den Gesamtscore und damit auf die Qualität einer Praxis-Webseite festgestellt werden. Jedoch kann gemäß den hier erbrachten Ergebnissen keine Aussage darüber getroffen werden, ob Ärztinnen und Ärzte oder jeweils männlich bzw. weibliche geführte Praxen qualitativ höherwertige Praxis-Webseiten aufweisen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es weitere unbekannte Faktoren neben den bereits genannten gibt, die einen Einfluss auf den bestehenden Zusammenhang und somit auf die unabhängigen oder abhängigen Variablen nehmen können.
Kurzfassung auf Englisch: Results
There is a significant difference in the number of specialized private practice websites, which were compared in this study (general practitioners, internists, psychiatrists and neurologists). Thus, both internists and the combination of internists and general practitioners feature significantly more websites than the other medical specialties. Within the medical specialties, general practitioners and internists feature significantly more practice websites when analysing the case of joint practices run by internists and general practitioners. Practice Websites were significantly more frequent when concerning group practices as when concerning individual practices. Equally, group practices become more frequent when these are run by physicians of both genders. However, no significant difference in the number or in quality of practice websites could be attributed to gender. Within the seven districts being analysed, differences were only significant when comparing Altona, Hamburg-Nord or Eimsbuettel to Bergedorf; other significances failed. Furthermore, the quality of a practice website - depending on a high proportion of satisfied "overall criteria” within the total score - was found significantly independent (p > 0.05) from the medical specialties, the practice concept and the average income (per € 5000).

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