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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-83797
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8379/


Berufliche Bildung im Zielkonflikt - Umsetzungsbedingungen des gesetzlichen Auftrags der WfbM

Vocational Training Within a System of Conflicting Goals - Sheltered Workshops in Germany

Thesing, Stefan

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SWD-Schlagwörter: Behinderung , Eingliederungshilfe , Werkstatt für Behinderte , Berufsbildung , Berufspädagogik , Sonderpädagogik
Freie Schlagwörter (Deutsch): WfbM , Werkstatt für Behinderte Menschen , Inklusion , Lebenslage
Freie Schlagwörter (Englisch): Sheltered Workshops , Vocational Training , Inclusion
Basisklassifikation: 71.70 , 79.14 , 80.25 , 81.81 , 81.94
Institut: Erziehungswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Beck, Iris (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.02.2016
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 24.03.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sind eine der großen Säulen der Leistungen zur Teilhabe für Menschen mit Behinderung (vgl. §§33ff, SGB IX) und gelten neben dem Wohnen als das zweite große außerschulische Handlungsfeld in der Eingliederungshilfe. Eine der wichtigsten Maßnahmenformen dieser Leistungen ist seit den 1960er Jahren die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).
Als rechtlich verfasste Organisationsform ist die WfbM durch einen komplexen Handlungsauftrag zur Bildung und Rehabiliation, sowie durch vielfältige Vorschriften zur Erfüllung dieses Auftrages gekennzeichnet. Als zentrales Element des Auftrages stellt sich die berufliche Bildung dar.

Das Forschungsinteresse der vorliegenden Arbeit ist es, inhaltliche und organisatorische Bedingungen und Problemstellen bei der Erfüllung des gesetzlichen Auftrages der WfbM herauszuarbeiten, um daran anschließend Wege aufzuzeigen, wie sowohl auf Gesetzes- und Verordnungsebene, als auch im Rahmen von Personal- und Organisationsentwicklung durch Träger von Werkstätten für behinderte Menschen Schritte zur Verbesserung der Qualität unternommen werden können. Hierbei steht der Auftrag der beruflichen Bildung im Vordergrund der
Betrachtung.

Hierzu werden zunächst die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der WfbM betrachtet und daraufhin untersucht, wie sie sich als Handlungsbedingungen für Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung (FAB) auswirken.
Weiter wurden im Rahmen einer explorativen quantitativen Befragung ca. 200 FABs zu ihren Einstellungen und Handlungsbedingungen befragt.
Als Kriterium, um hilfreiche von hinderlichen Bedingungen zu unterscheiden stellt sich hierbei die Handlungssicherheit der FABs im Rahmen der Zielkonflikte der WfbM heraus.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse ergibt sich ein Handlungsbedarf auf politischer und rechtlicher Ebene, sowie auf inhaltlich konzeptioneller Ebene.
Die Arbeit leistet einen theoretischen Beitrag auf inhaltlich konzeptioneller Ebene und legt theoretische Fassungen der Zielbegriffe "Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt", "Persönlichkeitsentwicklung" und "berufliche Bildung" vor. Diese Fassungen zentraler Zielbegriffe der WfbM werden in ein partizipations- und lebenslagenorientiertes Konzept der Bildungsarbeit in der WfbM eingebettet.

Daraus ergeben sich Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen für (Sozial-)Politik auf Gesetzes- Verordnungs- und Richtlinienebene sowie für Werkstättenträger auf inhaltlich-konzeptioneller Ebene und für die Personal- und Organisationsentwicklung.
Kurzfassung auf Englisch: Social services for the participation in the working life are one of the major pillars of the social services for people with disabilities in Germany (see. §§33 et seqq., SGB IX), along with services of assisted living. Sheltered workshops have been a central form of work-related services since the 1960s.
As an organizational form defined by law, sheltered workshops have a complex mandate for Bildung and rehabilitation, and are set with various regulations towards that mandate. Vocational training (berufliche Bildung) is a central means for sheltered workshops to fulfil their mandate.

The research interest of this dissertation is to identify organizational and mandate-inherent conditions of sheltered workshops. With these, the author intends to show ways of innovation for policy-makers (on both legislative and administrative level) and service providers in sheltered workshops (both concept-wise and for personnel and organizational development), focussing on the mandate of vocational Bildung.

For this purpose, legal and organizational conditions of sheltered workshops in Germany are examined and analysed for their impact on the agency of the professionals in sheltered workshops (Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung, FAB).
Additionally in an exploratory quantitative survey around 200 FABs were asked about their beliefs, attitudes and conditions of agency.
Based on these results, potential for innovation and improvement were identified on a political and legal level, as well as on the level of service concepts.

The dissertation makes a theoretical contribution to conceptual terms of the mandate and embeds these terms in a participation-oriented concept of Bildung in sheltered workshops.

Conclusions and recommendations are given for (social) policy makers and for corporations providing social services in sheltered workshops.

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