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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-84530
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8453/


Schmerzerwartung bei bewegungskorreliertem Schmerz : eine MEG Studie

Kersak, Oliver Valentin

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SWD-Schlagwörter: Schmerz , Magnetoencephalographie , Erwartung
Basisklassifikation: 44.37
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Engel, Andreas (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.03.2017
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 12.04.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Alltäglich machen wir die Erfahrung, dass die Erwartung von Schmerz die Schmerzwahrnehmung verstärken kann. Zudem ist die Erwartung von Schmerzen an der Ausbildung von Vermeidungsverhalten beteiligt. Dieses Verhalten kann in vielen Fällen einen Therapieerfolg behindern. Ziel unserer Studie war es die neuronalen Mechanismen einer solchen Schmerzerwartung besser zu beleuchten. In der vorliegenden Arbeit untersuchten wir dazu, inwieweit zwei unterschiedliche, implizit hervorgerufene, Schmerzerwartungen (sicher vs. unsicher) die Schmerzbewertung und –verarbeitung modulieren und welche kortikalen Verarbeitungsprozesse dem zu Grunde liegen.
Die Auswertung der subjektiven Schmerzbewertungen der experimentellen Laserreize zeigte eine höher bewertete Schmerzintensität bei erwartetem Schmerz als bei unerwartetem Schmerz. In den mittels Magnetoencephalographie gewonnen Daten fand sich zudem im Erwartungsintervall eine Powererhöhung der Hirnoszillationen im Alpha- und Betaband. Diese zeigte nach der Applikation des Laserschmerzreizes eine starke Abnahme, die möglicherweise das Korrelat der Auflösung der Erwartungshaltung ist. Zudem fanden sich schmerzbedingte Modulationen wie Powererhöhungen der Delta- und Gamma Oszillationen. Die gefunden Zunahmen im Alpha- und Betaband ließen sich auf Aktivitäten über kontralateralen sensomotorischen Cortex zurückführen. Die Desynchronisation des Alpha- und Betabandes nach Laserapplikation fand ebenso in diesen Bereichen statt.
Die gefunden Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass in den Zunahmen im Alpha und Betaband ein Korrelat für die Schmerzerwartung vorliegt. Zudem lassen unsere Ergebnisse vermuten, dass ein erwarteter Schmerzreiz stärker wahrgenommen wird als ein unerwarteter Schmerzreiz. Zukünftige Experimente könnten zeigen inwieweit sich interindividuelle Unterschiede der Schmerzerwartung in der Hirnaktivität widerspiegeln. Diese interindividuellen Unterschiede könnten dann bei Therapien besonders berücksichtigt werden.

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