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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-85439
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8543/


Retrospektive Untersuchung zum klinischen Outcome von einzeitig versus zweizeitig operierten Patienten nach dorsoventraler thorakoskopischer Stabilisierung der Wirbelsäule

Retrospective assessment for single staged versus two staged dorsoventral thoracoscopic stabilisation of the spine

Reer, Phillip Sebastian

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SWD-Schlagwörter: Thorakoskopie , Wirbelsäule
Freie Schlagwörter (Deutsch): Minimalinvasiv , Dorsoventral
Freie Schlagwörter (Englisch): Thoracoscopy , Spine , Dorsoventral
Basisklassifikation: 44.83
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Rüther, Wolfgang (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.05.2017
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 13.06.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Inhalt dieser retrospektiven Studie ist die Erfassung und Bewertung klinischer Ergebnisse von 247 Patienten, die im Zeitraum von Februar 2006 bis zum April 2013 eine dorsoventrale Wirbelsäulenstabilisierung aufgrund von fraktur-, tumor-, entzündungs- und fehlstellungsbedingten Pathologien erhielten. 59,8 % der Patienten konnten nachuntersucht werden.
Es wurden relevante Parameter definiert, wobei der Frankel für den neurologischen Status, der ECOG Score für den Mobilitätsstatus und die VAS für den Schmerzstatus verwendet wurden. Der ventrale Eingriff war bei allen Patienten – ohne die neun konvertierten Patienten – eine Thorakoskopie, die der dorsalen Verschraubung mit einem Fixateur interne folgte. Ventral wurde ein autologer Beckenkammspan oder ein synthetisches Implantat eingesetzt und es wurden Segmente von Th1 bis L2 operiert. Insgesamt traten bei 41,7 % der Patienten Komplikationen auf. Operationsassoziierte Komplikationen wurden bei 32,4 % der Patienten beobachtet, 21,1 % der Patienten waren revisionspflichtig. Nicht operationsassoziierte Komplikationen traten bei 17,4 % der Patienten auf. Die Komplikations- und Revisionsraten sind verglichen mit den in der Literatur gefundenen Werten als hoch einzustufen, allerdings muss das vorbelastete Kollektiv (hohes Alter, hoher ASA-Score, hohe Rate an Nebenerkrankungen und Patienten mit Tumorerkrankung und Spondylodiszitis) als Ursache dafür in Erwägung gezogen werden. Das Patientenkollektiv wurde in 104 einzeitig operierte und 143 zweizeitig operierte Patienten unterteilt und durch eine Matched Pair Analyse (64 Paare) angeglichen. Statistisch signifikant waren die längere Verweildauer bei zweizeitig operierten Patienten und die höhere postoperative Schmerzintensität und das häufigere Auftreten von Materiallockerungen bei einzeitig operierten Patienten.
Die vorliegende Studie zeigt, dass sowohl die einzeitige wie auch die zweizeitige dorsoventrale Stabilisierung der Wirbelsäule bei den im vorliegenden Kollektiv dominanten Ätiologien (Fraktur, Tumor und Spondylodiszitis) sichere und gut anwendbare Methoden darstellen, die darüber hinaus zu einer Verbesserung der Neurologie, der Mobilität und des Schmerzempfindens über einen durchschnittlichen Nachuntersuchungszeitraum von sechszehn Monaten führen. Bei Abwesenheit von Kontraindikationen ist aufgrund der kürzeren Verweildauer ein einzeitiges Vorgehen zu präferieren.
Kurzfassung auf Englisch: The subject of this retrospective study is the collection and assessment of the clinical data of 247 patients, who underwent dorsoventral surgery of the spine for fracture, tumour, spondylodiscitis or scoliosis. 59,8 % of these patients could be examined for at least a second time.
Relevant parameters were defined, whereas the Frankel Score was used for neurological status, the ECOG Score for mobility status and the VAS pain scale for pain status. The ventral procedure in all patients – without the nine patients, who had to be converted – was a thoracoscopy, who followed the dorsal instrumentation with a fixateur interne. Ventral implants were tricortical bone graft of the spina iliaca anterior or synthetic implants and segments from Th1 to L2 were operated. Overall in 41,7 % of the patients we have seen minor and major complications. Complications that were associated to the operation were observed in 32,4 % of the patients, of which 21,1 % required revision. Complications, that were not associated to the operation occurred in 17,4 % of the patients. The rates for complications and revisions have to be regarded as high compared to the literature, though the handicapped collective (old patients, high ASA-Score, high incidence of besides disease and high number of patients with tumour and spondylodiscitis) can be seen as reason therefore. The collective of patients was split into 104 single-staged and 143 two-staged operated patients and matched trough a Matched Pair Analysis comparing 64 pairs. Statistically significant was the prolonged hospitalisation of the patients, who underwent two-staged surgery and the higher postoperative pain scale und higher incidence of loosening of the implant in the single-staged group.
The present study shows that the single and two-staged procedures are both safe and well applicable procedures to stabilise the thoracolumbar spine for the aetiologies present in this study. Moreover, they leaded to improvement of neurological status, status of mobility and pain status being reassessed over a period of averaging 16 months. In the absence of contraindications, a single-staged procedure should be preferred for shorter hospitalisation and the perspective of faster mobility.

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