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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-85666
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8566/


Informierte Entscheidungen in der zahnmedizinischen Versorgung fördern : Gesundheitsinformationen und Schulungsprogramme

Enhancing informed choices in dental care : health information and educational interventions

Albrecht, Martina

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Entscheidungsfindung , Evidenz-basierte Medizin , Zahnmedizin , Versorgung
Freie Schlagwörter (Deutsch): Informierte Entscheidung , Gesundheitsinformation , Schulungsprogramm
Freie Schlagwörter (Englisch): informed choice , educational intervention , health information , evidence-based
Basisklassifikation: 44.96
Institut: Chemie
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Mühlhauser, Ingrid (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 03.02.2017
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 28.06.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Diese Dissertation beinhaltet die Forschungsergebnisse mehrerer Studien, die die methodischen Grundlagen und Voraussetzungen für informierte Entscheidungen definieren und komplexe Interventionen, wie z.B. evidenzbasierte Gesundheitsinformationen (EBGI) und Schulungsprogramme, in der zahnmedizinischen Versorgung überprüfen. Alle Studien sind in begutachteten Zeitschriften veröffentlicht.
Das Ziel der ersten Arbeit ist es, die Kriterien für EBGI aus der internationalen Literatur zu erfassen und die Evidenz für die identifizierten Kriterien darzustellen. Insgesamt wurden 13 Kriterien identifiziert. Die zweite Arbeit präsentiert eine Erhebung zur Qualität von Telefonberatungen zu ausgewählten Gesundheitsthemen durch verdeckte Klienten. Die Analyse zeigt, dass die derzeit vermittelten Informationen nicht den Kriterien für EBGI entsprechen. Die dritte Arbeit stellt die Ergebnisse einer randomisiert-kontrollierten Studie (RCT) dar, die die Effekte eines Informationsflyers zur HPV-Impfung, der mit Risikoinformationen ergänzt wurde, mit einem Standardflyer hinsichtlich des Risikowissens vergleicht. Die Teilnehmerinnen, die den Flyer mit Risikoinformationen erhielten, gaben häufiger korrekte Antworten im Vergleich zu Teilnehmerinnen mit der Standardinformation. Der vierte Artikel gibt Einblick in die Methodik der Entwicklung einer evidenzbasierten Leitlinie für EBGI. Außerdem werden die Ergebnisse einer qualitativen Studie, die die Kompetenzen von Gesundheitsinformationserstellern explorierte, berichtet. Die Ergebnisse weisen auf einen Schulungsbedarf hin, da die Kompetenzen zu den Methoden der Evidenzbasierten Medizin (EbM) und EBGI sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Das Ziel der fünften Arbeit ist es aufzuzeigen, welche edukativen Interventionen in einem definierten Zeitraum von drei Jahren in RCTs untersucht wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass nur wenige RCTs zu edukativen Interventionen, insbesondere in Deutschland, durchgeführt wurden und weisen auf den dringenden
Bedarf an methodisch hochwertigen Studien mit ausreichender Power hin. Der sechste Artikel stellt das Studienprotokoll für eine systematische Übersichtsarbeit zur Wirksamkeit von Schulungsprogrammen für Pflegende oder Bewohner von Alten- und Pflegeheimen zur Erhaltung der Mundgesundheit der Bewohner dar. Die Methodik folgt dem Handbuch für systematische Übersichtsarbeiten der Cochrane Collaboration und nutzt die Criteria for Reporting the Development and Evaluation of Complex Interventions in healthcare (CReDECI).
Der letzte Artikel präsentiert die Ergebnisse der systematischen Übersichtsarbeit. Wichtige bewohnerbezogene Endpunkte, wie mundgesundheitsbezogene Lebensqualität oder unerwünschte Ereignisse, wurden nicht untersucht. Die identifizierten Studien zeigen keinen Nutzen der Schulungen hinsichtlich der untersuchten Parameter zur Zahngesundheit. Angaben zur Entwicklung und Evaluation der komplexen Interventionen wurden unzureichend berichtet. Die Ergebnisse erlauben daher keine Schlussfolgerungen hinsichtlich der Implementierung der Schulungsprogramme. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Dissertation wesentlich zur Implementierung von informierten Entscheidungen sowohl auf der Ebene der Patienten als auch der Ebene des Gesundheitssystems beiträgt.
Kurzfassung auf Englisch: This dissertation comprises the research results of several original studies, which define the methodological principles and requirements for informed choices, and assesses complex interventions such as evidence-based health information and educational programmes in dental care. All studies have been published in peer-reviewed journals.
The objective of the first article is to survey criteria for evidence-based health information from the international literature and to compile the evidence for the identified criteria. In total 13 criteria have been identified. The second article presents a survey on the quality of telephone consultations on selected health topics using inquiries by hidden clients. The analysis shows that currently provided information does not meet the criteria for evidence-based health information. The third article shows the results of a randomised controlled trial (RCT) comparing the effects of an information leaflet on HPV vaccination supplemented with risk information with a standard leaflet on risk knowledge. Risk information recipients were more likely to give correct answers compared to standard information recipients. The fourth article highlights the methodology of the development process of an
evidence-based guideline on evidence-based health information. Furthermore, the results of a qualitative study exploring the competences of health information developers are reported. The results indicate a need for training as the levels of competences regarding the methods of evidence-based medicine and health information vary substantially. The objective of the fifth article is to survey which educational interventions have been evaluated in RCTs during a defined period of three years. The results show that only very few RCTs have been conducted, especially in Germany, and highlight an urgent need for adequately powered high-quality studies. The sixth article comprises the study protocol for a systematic review on the effects of oral health educational interventions for nursing home staff or residents to maintain oral health of nursing home residents. The methodology follows the
Cochrane Handbook for Systematic Reviews of Interventions and the Criteria for Reporting the Development and Evaluation of Complex Interventions in healthcare (CReDECI). The last article shows the results of the systematic review. Important residentrelated outcomes such as oral health-related quality of life or adverse events have not been assessed. Eligible studies do not provide evidence on the effectiveness of educational interventions on any measure of residents’ oral health. Details of the development and evaluation of the complex interventions have been insufficiently reported. Therefore, results do not allow to draw conclusions regarding the implementation of such interventions. In sum, this dissertation substantially contributes to the implementation of informed choices on the patient level as well as on the level of the health care system.

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