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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:18-85754
URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2017/8575/


Aufmerksamkeitsleistungen im Verlauf nicht-kardiochirurgischer Eingriffe und Zusammenhang mit Depressivität und Schmerzen bei älteren Patienten

Attention of older patients in the process of non-cardiac surgeries and association with depression and pain

Wahidi, Mina

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Freie Schlagwörter (Deutsch): POCD
Basisklassifikation: 44.00
Institut: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin, Gesundheit
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Kiefmann, Rainer (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.04.2017
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 14.07.2017
Kurzfassung auf Deutsch: Die POCD wird zu einem immer größer werdenden klinischen Problem, da vor allem Patienten in höherem Alter von kognitiven Beeinträchtigungen betroffen sind und immer mehr ältere Menschen operativ behandelt werden.
Im Zentrum der vorliegenden Studie steht die Aufmerksamkeitsleistung von älteren NKNN-Patienten vor, während und nach stationärem Aufenthalt. Es werden die Aufmerksamkeitsleistung im zeitlichen Verlauf und Zusammenhänge mit körperlichen und psychischen Faktoren untersucht.
Aus der Untersuchung körperlicher und psychischer Korrelate und Einflussfaktoren resultieren folgende Erkenntnisse: Es zeigte sich, dass eine stärkere präoperative Depressivität mit einer schlechteren Aufmerksamkeitsleistung so- wohl vor als auch nach der Operation in Zusammenhang steht. Weiterhin ging eine Zunahme an Schmerzen während des stationären Aufenthalts mit schlechteren Ergebnissen in den Aufmerksamkeitstests einher, während die subjektiv bestehenden Schmerzen vor dem Eingriff keinen signifikanten Einfluss auf die postoperative Aufmerksamkeitsleistung hatten.
Außerdem waren die beiden Variablen „Depressivität“ und „Schmerz“ signifikant miteinander assoziiert und eine präoperative hohe Depressivität ging mit einer stärkeren Schmerzwahrnehmung eine Woche nach der Operation einher. Eine eindeutige Trennung der beiden Variablen ist somit nicht möglich.
Insgesamt weisen die Ergebnisse darauf hin, dass körperliche und psychische Faktoren bei der Untersuchung postoperativer Aufmerksamkeitsleistungen berücksichtigt werden müssen und möglichst präoperativ schon erhoben und be- handelt werden sollten. Welche Therapieansätze hierbei den größten Erfolg erzielen, sollte in zukünftigen Studien untersucht werden.
Zusammenfassend gibt die Studie wichtige Erkenntnisse zur Aufmerksamkeitsleistung von älteren NKNN-Patienten im postoperativen Verlauf und zeigt – vor allem für die Zeit des stationären Aufenthalts – einen vermehrten Handlungsbe- darf.
Kurzfassung auf Englisch: POCD is becoming an increasing clinical problem, because especially older people are affected by cognitive deficits and the number of older people undergoing surgery is getting higher.
This study concentrates on the attention of older non-cardiac-surgical and non- neuro-surgical (ncnn-) patients before, during and after their stationary stay. The alertness is not only analyzed in temporal development but also in relations to physical and mental factors.
The results show significant deficits in attention of ncnn-patients. Changes of attention performance was shown in chronological sequence: Before surgery and after three months (± 14 days) the patients achieved similar results in their tests, while the outcome one week after the surgery was significantly worse. Downward deviations from testing standards were found on all three measuring points in the tap-subtest alertness, whereupon the strongest deviation was also noticed to be one week after surgery.
The examination of physical and mental factors showed following issues: It was illustrated that stronger depression prior to surgery is associated with poorer attention performance both before and after surgery. Besides, firmer pain during the in-patient stay led to poorer outcomes in the alertness tests, while preopera- tively measured pain was not found to be associated with significant postopera- tive deficits in attention.
Furthermore, the two factors „depression“ and „pain“ were significantly associa- ted with each other, because preoperative depression accompanied with more pain perception one week after surgery. Therefore a clear separation of these two determinants is not possible.
Overall the results indicate that physical and mental factors must be considered regarding postoperative attention performance and should be covered and treated already before surgery if possible. Future studies should concentrate on therapeutic approaches with the greatest success.
To sum up, this study accents important findings on the alertness of older ncnn- patients and enhances the need for action especially during hospitalization.

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